Nr. 151.— 50. Jahrgang. *** Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage.— Preis für das in der Expedition 1 J 75 H, auf allen Kaiserl. Postanstalten 2 M Einrückungsgebühr für eine einspaltige Petitzeile oder deren Bergisches Druck und Verlag von Alb. Pfeiffer in Solingen.— Für die Redaktion verantwortlch: Rudolf Pfeiffer in Solingen.— Die Expedition befindet sich in Solingen, Kaiserstr. 140. Fernsprech=Anschluß Nr. 90). Bestellungen auf diese Zeitung für das dritte Vierteljahr 1898 (Juli bis September) werden baldigst erbeten. Deutsches Reich Der Kaiser fuhr gestern Morgen zur kaiser Werft und besichtigte den neuen Kreuzer„Hertha" Um 10 Uhr hörte er auf der„Hohenzollern“ den Vortrag des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe und beobachtete sodann um 11 Uhr die interne Re Kriegeschiffsboote. Bei der Regatta starteten 71 Kutter, Gigs und Pinassen. Der Kai Nachmittags kurze Zeit an Bord der Yacht des Fürsten von Monaco und kihrte dann zur„Hohenzollern“ zurück. Zum Thee erschienen auf der Hohenzollecn Prinzessin Heinrich, Fürst von Schaumburg=Lippe, Erbgroßherzog und Erbgroßherzogin von Oldenburg, Herzog und Herzogin von Schleswig=Holstein, Reichskanzler Fürst Hohenlehe, der Fürst von Monaco mit Begleitung, die hier anwesenden Admitäle mit ihren Damen u. A. — Am Mittwoch gründete der Kaiser unter dem Namen „Commodork=Stiftung“ einen Fonds für die Unterstützung verunglückter Yacht=Matrosen bezw. für die Versorgung von Hinterbliebenen. Der Kaiser zeichnete 10000 Mark, der Geh. Kommerzienrath Krupp die gleiche Summe. Im ganzen sind mehr als 42000 Mark gezeichnet worden. Wie seinerzeit gemeldet, verunglückten am ersten Tage der diesjährigen Kieler Regatten mehrere Matrosen, indem sie durch die stürmische See über Bord gespült wurden. Einer der Matrosen ertrank, während die übrigen gerettet werden konnten. Dieser Vorgang dürfte den Kaiser zur Gründung der Stiftung veranlaßt haben. Der Kaiser tritt am Montag früh von Kiel aus seine Nordlandreise an. Prinz Adalbert wird sich, wie es heißt, nach Beendigung der Kieler Woche auf dem Schulschiff„Charlotte“ einschiffen, das dann eine Fahrt nach Petersburg antritt. Der Großherzog und die Großherzogin von Baden sind in St. Blasien zu einem mehrwöchentlichen Kur=Aufenthalt eingetroffen. Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland sind gestern Vormittag von Cronberg auf etwa drei Wochen nach England abgereist. Die prinzlichen Kinder sind auf Schloß Friedrichshof verblieben. Zur Vermählung des Herzogs Güntber, des Bruders der Kaiserin, macht die„Nat.=Ztg.“ angesichts der von Zentrumsblättern geäußerten Andeutung, daß die aus dieser Ehe zu erwartenden Kinder sämmtlich in der Konfession der Braut, also katholisch, erzogen würden, darauf aufmerksam, daß Herzog Günther preußischer Offizier sei. Nach der königlichen Kabinetsordre vom 7. Juli 1853 aber, welche im Jahre 1873 am 23. September durch Kaiser Wilhelm I. aufs Neue eingeschärft wurde(s. den Abdruck derselben bei Bernhard Hühler„Ebeschließung gemischter Ehen in Preußen“ S. 66, 1883) wird jeder evangelische Offizier, der die Erziehung seiner Kinder im katholischen Glauben eidlich gelobt, mit Dienstentlassung bedroht. Herzog Günther würde somit, wenn er, wie jene Blätter andeuten, das Versprechen abgelegt haben sollte, aus dem preußischen Militärdienste und infolge davon auch wohl nebst seiner Gemahlin vom preußischen Hofe scheiden müssen. Damit würde der etwa erstrebte Einfluß auf diesen Hof ausgeschlossen sein. Sollte im übrigen Herzog Günther doch, ähnlich wie vor einigen Jahren ein me mit einer Pr lischen Kinder dies alsdann, Privatsache. er Prinz bei seiner Verheirathung dischgrätz, die Zusage der kathozemacht haben, nun, so wäre eben erwähnten Fall, eine reine Geheimrath Noell im Ministerium des Innern, ein geborener Rheinländer, ist in den Rubestand getreten. Dem Vernehmen nach werden gleich der Post=Verwaltung auch die andern Reichs= und Staatsbetriebs=Verwaltungen Erlasse gegen die SozialDemokratie richten. Der sozialdemokratische„Vorwärts“ berechnet die bei der Wahl vom 16. Juni abgegebene Zahl sozialdemokratischer Stimmen auf 2125000 gegen 1893. Es muß hierbei daran erinnert werden, daß die Sozialdemokraten in sämmtlichen deutschen Reichetagswahlkreisen, mit Ausnahme eines einzigen, Kandidaten aufgestellt haben. Ausland Oesterreich=Ungarn. Wien, 29. Juni. Der Kaiser besuchte heute das Bundesschießen und erkundigte sich bei den reichedeutschen Schützen über das dortige Schützenwesen. Er sagte zu den Münchener Schützen: Bavern und Oesterreich sind immer gut miteinander ausgekommen, wir sind ja durch Jahrhunderte eng miteinander verbunden. Frankreich. Paris, 30. Juni. Der heute im Elvsée abgehaltene Ministerrath beschloß, daß die Getreidezölle vom 1. Juli ab wieder in voller Höhe erhoben werden sollen. Italien. Recanati, 29. Juni. Hente wurde hier die Hundertjahrfeier der Geburt Giacomo Leopardis begangen. Vor einer auserlesenen Versammlung, in welcher sich auch Vertreter auswärtiger Akademien befanden, hielt Carducci die Gedächtnißrede. Er feierte in begeisternden Worten den Ruhm der Literatur und Kunst Italiens und ermahnte eindringlich, von dem unfruchtbaren Parteienstreit abzulassen und stets im Glauben an die Zukunft des Vaterlandes zu verharren. Die Rede Carduccis wurde mit großer Bezeisterung aufgenommen. Türkei. Konstantinopel, 29. Juni. Die französische Regierung richtete an die Pforte eine Note des Inhalts, daß die französische Regierung auf die letzte Rate der an die Türkei zu zahlenden griechischen Kriegsentschädigung Beschlag legen werde, wenn die Regelung der Reklamationen betreffs Schadloshaltung der französischen Staatsangehörigen für die Verluste während der armenischen Verfolgungen in Konstantinopel und Kleinasien nicht bis zum 10. Juli, dem Tage der Bezahlung der letzten Kriegsentschädigungsrate, erfolgt sei. Die italienische Botschaft überreichte der Pforte ebenfalls eine Note, worin die Regelung der Reklamationen verlangt wird. Frankreich erhebt Ansprüche im Betrage von 1500000 Frcs., Italien im Betrage von 400000 Frcs. Der spanisch=amerikanische Krieg. Madrid, 29. Juni. Amtlich wird aus Portorico berichtet: Der spanische Dampfer„Antonio Lopez“, mit bedeutender Ladung an Waffen, Munition und Proriant, wurde in Sicht von San Juan von zwei amerikanischen Kreuzern hart verfolgt. Er dampfte auf die Küste zu, in der Absicht, eine seichte Stelle zu erreichen. Der Dampfer strandete bei Sabanillas. Die Amerikaner wurden nach der„Frankf. Ztg.“ durch zwei spanische Kreuzer, die ausgelaufen waren, verfolgt und zogen sich dann zurück.(S. N. Nachr.) — 30. Juni. Seit 3 Tagen versuchten die Amerikaner, an 3 verschiedenen Punkten Artillerie zu landen; ihre Fahrzeuge scheiterten aber; es gelang nur mit großer Mühe, die Kanonen zu retten. — 30. Juni. Ein Telegramm aus Kingsten(Jamaica) meldet: Der spanische Konsul erhielt ein Kabeltelegramm aus Santiago, wonach der amerikanische Kreuzer„Brooklyn“ von spanischen Schiffen getroffen wurde. Der Commodore Schley und 24 Mann sollen umgekommen sein.(S. unt.) — Ferner wird gemeldet, ein ausgedehntes Minennetz sei angelegt, um den Amerikanern die Einfahrt in den Hafen von Santiago zu verhindern. — 30. Juni. In Manila ist die Lage einstweilen unverändert, d. h. sehr kritisch für die Spanier. Ueber Honzkong eingetroffene Depeschen von den Philippinen vom 24. ds. Mts. melden, daß die Spanier fortgesetzt sich weigern, sich zu ergeben. Alles lasse voraussehen, daß es sofort nach der Ankunft der Truppen des Generals Merrit zu einer Schlacht kommen werde. Washington, 29. Juni. General Shafter meldet in einer heute bei Miles eingeganzenen Depesche, er könnte Santiago innerhalb 48 Stunden nehmen, es könnten aber beträchtliche Verluste damit verbunden sein.— Eine Depesche Sampsons vom 22. Juni zollt Garcia persönlich sowie dem Verhalten der Cubaner im Allgemeinen lebhafte Anerkennung. — 29. Juni. Eine Depesche des Generals Shafter vom 28. Juni Abends besagt, er hoffe, sich Santiagos zu bemächtigen, sobald alles zum Vorrücken bereit sei. den Hauptstraßen der Stadt, in 9 Geschäftshäusern Er warte die Ankunft der Verstärkungen nicht ab. 8000[Einbruchs=Diebstähle ausgeführt. Daß ein selcher Mann Verstärkungen für die Spanier mit vielem Train, Massen=Diebstahl in dem Hauptstadttbeil ohne polzzeiSchlachtvieh rückten von Manzanilla an. Diese spani= liche Störung ausgeführt werden konnte, ist unbegre#####. schen Verstärkungen seien noch 54 Meilen von Santiago Nachen, 29. Juni. Ein schweier Unfall irug entfernt. Hier wird als sicher angenommen, daß Shafter sich gestern an einem Neubau in der Mauerstraße einen entscheidenden Schlag ausführen will, ehe die Dort wurde von einem Neubau ein schwerer Haustein des Adelenblicks, die Höhen bei Sudberg 2c. genau festgestellt. Remscheid, 30. Juni. Die Oderpostdirektion Düsse dorf hat sich gleichfalls für den Namen Güldenwerih entschieden, und selbst die bisherigen Opponenten sind jetz: für die Bezeichnung Güldenwerth. Die offizielle Entscheidung ist nach dem„Gen.=Anz.“ für die angegebene Bezeichnung getroffen. Elberseld, 30. Juni. Einem in E. am Rbein vorübergebend weilenden Theaterdirektor ist die 22jährige Tochter mit einem„Künstler“ der Gesellschaft durchgegangen. Die Spur des Pärchens führte nach Elberfeld und Barmen, doch waren die beiden hier nicht zu finden. 1. Juli. Die Häuser Grünstraße 26, 28 und 30 sowie Herzogsstraße 10, 12 und 14 sind von der Firma Leonhard Tietz zum Gesammtpreise von 760000 Mark käuflich erworben worden und werden, wie der„Tägl. Anz.“ schreibt, Mai nächsten Jadres sämmtlich niedergelegt, um durch einen Neubau ersetzt zu werden. Barmen, 30 Juni. Die Polizei Inspektoren der größeren Städte Rheinlands und Westfalens(auch aus Solingen) kamen gestern zu einer Konferenz hier in Barmen zusammen. Nach derselben fand ein gemeinsames Mittagsmahl statt. Nachmittags machten die Herren, wie die„Barm. Ztg.“ meldet, einen Spaziergang durch die Anlagen des Verschönerungsvereins und nach dem Toelletburm. Koblenz 30. Juni. Gestern Abend stürzte sich ein unbekanntes Paar— ein junger Mann und ein Mädchen— von der unteren Eisenbahnbrücke in den Rhein. Die Leichen sind noch nicht gelandet worden. Trier, 29. Juni. Gestern Nacht wurden dier in spanischen Hülfstruppen herangekommen sind. — 30. Juni. Amtliche Kreise messen der Nachricht von dem Unglück des„Brooklyn“ keinen Glauben bei und nehmen an, Sampson hätte das Unglück gemeldet, wenn es sich wirklich ereignet hätte. Juragua, 29. Juni. General Shafter hat gestern beschlossen, sein Hauptquartier an Land zu verlegen. Das Hauptquartier Lawtons befindet sich 5 Meilen östlich von Santiago. Die Spanier haben am Montag Elganey, ganz in der Nähe von Santiago, geräumt. New=York, 30. Juni. Die Regierung hat endgültig beschlossen, auf alle Fälle ein Geschwader nach den spanischen Küsten zu entsenden, gleichviel ob Camara nach den Philippinen geht oder nach Spanien zurückkehrt. San Franciéco, 30. Juni. Es befinden sich nunmehr 470 Offiziere und 10464 Mann auf dem Wege nach Manila. Berlin, 29. Juni. Der Kreuzer„Geier“ ist am 29. d. M. von Havanna abgegangen und begibt sich unter Anlaufen von Jamaica behufs Kohlen=Ergänzung nach Santiago de Cuba. Rheinland und Westfalen Cronenberg, 30. Juni. In diesem Jahre findet seitens der Militätverwaltung eine eingehende Vermessung der einzelnen Höhen in der Gemeinde Cronenberg statt. Unter anderem werden nach der„Cr. die Höhenlage der Kirchen, des Rathhauses, die Höhe aus dem zweiten Stockweike herabgeworsen; der Stein zerschmetterte einem Fuhrmann Kopf und Beustkasten, so daß dessen Too sofort eintrat. Der ManierPolier gibt zwar an, er habe, ehe er den Stein losließ, „Achtung!“ gerufen, wurde aber gleichwohl wegen Verdachts der fahrlässigen Tödtung in Haft genommen. Neuß, 30. Juni. Laut gestern aus Remagen hier eingetroffener Mittheilung ist ein seit etwa 8 Tagen vermißter Buchhalter von hier dort als Leiche aus dem Rhein gezogen worden. Hagen, 29. Juni. Gestern stard im hiesigen Krankenhaus der Arbeiter Maurer, der anläßlich einer, vor einigen Tagen stattgehabten schweien Schlägerei schrecklich zugerichtet worden war. Die Obduktion der Leiche fand heute statt, worauf der Thäter, ein Arbeiter S., verhaftet wurde. Altenhagen, 29. Juni. Gesten Abend scheute das Pferd des zwischen Hagen und Eckesev verkehrenden Postwagens. In rasendem Lauf rannte das Thier mit dem Wazen die steile Straße herunter. An einer Kuroe stürzte der Postwagen um. Der Pestillon wurde in weitem Bogen herunter und auf das Trottoir geschleudert, wo er besinnungslos liegen blieb. Das Pfeid wurde in Hagen aufgefangen. Unna, 29. Juni. Nach einem Wortwechsel mit seiner Geliebten, mit welcher er in einigen Wochen in den Ehestand zu treten beabsichtigte, versuchte ein Arbeiter hier sich durch einen Schuß in den Mund zu tödten. Siegen, 28. Juni. Hier wurde ein Goldarbeiter wegen Ausgabe falschen Geldes verhaftet. Bei der Der Spinnerlehrling. Von William Westall.(69 (Fortsetzung.) Der alte Bob war ganz außer sich vor Empörung über diese„Frechheit“ der Arbeiter und in seiner blinden Wuth beging er den sehr thörichten Fehler, seine Leute wegen Kontraktbruchs zu verklagen, da sie ohne vorherige Kündigung die Arbeit verlassen hätten. Auf ein solches Vergehen stand damals eine sehr hohe Gefängnißstrafe und die Anstifter zu einem gemeinsamen Kontraktbruch konnten sogar unter Umständen mit Zuchthaus bestraft werden. Es sollte jedoch ganz anders kommen, als er sich gedacht hatte, denn die Arbeiter vermochten den Nachweis zu erbringen, daß er ihnen selbst freigestellt hätte, sich anderswo Arbeit zu suchen, und erstritten daher mit Hülfe eines geschickten Advokaten ein obsiegendes Urtheil. Diese Entscheidung hatte jedoch nur den Erfolg, daß die Arbeiter ermuthigt wurden, auf ihren Forderungen zu beharren, und daß Ruberry mehr denn je entschlossen war, um keinen Preis nachzugeben. Und so begann denn der große Strike in Birkenstedt, der nicht nur unendliches Elend über zahllose Arbeiterfamilien bringen, sondern auch andere furchtbare und tragische Ergebnisse zur Folge haben sollte. Einzelne Arbeiter suchten in entfernten Gegenden des Landes Arbeit zu finden, andere trieben sich bettelnd und vagabondirend auf den Straßen umher, die meisten blieben aber ruhig zu Hause, und da es Unterstützungskassen und Gewerkschaftsvereine noch nicht gab, so nahm der allgemeine Nothstand bald genug erschreckende Dimensionen an. Miriam war über diese Wendung der Dinge ganz trostkos und war überall hülfreich bereit, die Noth zu lindern, so weit sie es vermochte; aber sie verfügte natürlich nur über zu geringe Mittel, um weiteren Kreisen helfen zu können, und wenn Oberst Birkenstedt nicht allwöchentlich namhafte Geldsummen und ganze Wagenladungen von Naturalien vertheilen ließ, so würde sicherlich eine verheerende Hungersnoth ausgebrochen sein. Miriam machte verschiedentlich auch den Versuch, das harte und verstockte Herz ihres Oheims zu erweichen; aber er war durch die unsinnige Wuth, in welche er sich noch immer mehr hineinredete, so unzugänglich geworden, daß er zum ersten Male in seinem Leben grob und ausfallend gegen seine Nichte wurde und sich ihre Vermittelung in der unzweideutigsten Weise verbat. Er ging nach wie vor, als wenn nichts geschehen wäre, alle Tage in die Fabrik und verblieb dort mehrere Stunden, obgleich keinerlei Arbeit dort zu thun war. Die einzigen, welche sich über den Ausstand freuten, waren die Lehrlinge, denn für diese begannen jetzt glückliche Tage, sie brauchten nicht zu arbeiten und hatten doch genug zu essen, kein Mensch bekümmerte sich um sie und sie konnten kommen und gehen, wann es ihnen beliebte. Eine andere Folge dieses unseligen Strikes war ein bitterer Zwist unter den beiden Brüdern Ruberiy; weungleich Benjamin sich während des Streits mit den Arbeitern vollkommen ruhig verhalten hatte, machte er jetzt seinem Bruder die größten Vorwürfe, daß er durch sein ungeschicktes und herausforderndes Betragen das ganze Geschäft zu Grunde richten würde. Dieser blieb ihm jedoch die Antwort nicht schuldig und erklärte, daß lediglich er den Reichthum der Firma begründet hätte und daß er daher thun und lassen könnte, was er wollte; wenn Benjamin hiermit nicht einverstanden sein sollte, so wäre er jeder Zeit gern bereit, das Kompagniegeschäft aufzulösen und ihm seinen Antheil in baar auszuzahlen. Nach diesem heftigen Wortwechsel brachen die Brüder zunächst alle Beziehungen zu einander ab und vermieden es, sich zu seh.n und zu sprechen; Benjamin, der von Natur zaghaft und schwach war, konnte sich nicht entschließen, einen entscheidenden Schritt zu thun und suchte im Trunke Vergessenheit für seine Leiden zu finden. Er ging jetzt fast jeden Tag nach Toppleton und kam selten vor Mitternacht und nie nüchtern nach Hause. Miriam hatte natürlich unter allen diesen traurigen Verhältnissen schwer zu leiden; wenn sie nicht in Robin und Birkenstedt eine Stütze gefunden hätte, so würde ihr das Leben in dem Hause ihres Vaters unter diesen Umständen schier unerträglich geworden sein. Die beiden jungen Leute konnten sich jetzt übrigens jeden Tag und jede Stunde sehen, denn ihr Onkel bekümmerte sich nicht um sie und ihr Vater war ja fast nie zu Hause; trotzdem sprachen sie wenig oder gar nicht von ihrer Liebe. Es war eben keine Zeit für ein seliges Selbstvergessen und süßes Geplauder. Miriam hatte nicht nur den Haushalt, sondern auch den Betrieb der Landwirthschaft zu leiten und dies gab ihr vollauf zu thun und zu denken. In ihrem gegenseitigen Verkehr waren sie so harmlos, offen und vertraut, daß man sie wirklich für Bruder und Schwester halten konnte;„verloben" und„heirathen" waren 2 Worte, die nie von ihnen erwähnt worden; wenn sie jedoch gelegentäch von der Zukunft sprachen, so seschoß dies immer mit den Wöilichen„wire— sie konnten es sich also nicht mehr anders denken, als daß sie einer gemeinsamen Zukunft entgegengingen. Miriam machte übrigens nie mehr den Versuch, Robins Geheimniß zu ergründen; wozu hätte sie dies auch thun sollen? Seitdem sie Robin und den Obersten einmal zusammengehen gesehen hatte, konnte es für sie keinem Zweifel mehr unterliegen, daß sie Vater und Sohn seien. Wo hatte sie nur ihre Augen gehabt? Hatten nicht beide dieselbe hohe, schlanke Figur, dieselben Bewegungen, dieselben treuen blauen Augen?! Mit Frau Birkenstedt, die allerdings in letzter Zeit ziemlich leidend war, hatte sie eine auflichtige Freundschaft geschlossen und besuchte sie wöchentlich ein bis zweimal auf dem Schlosse. Unterdessen nahm der Strike ruhig seinen Fortgang, er hatte nun bereits sieben Wochen gedauert und, da keiner der beiden Theile nachgeben wollte, so war die sicherste Aussicht vorhanden, daß er mindestens noch fernere sieben Wochen dauern könnte. Das Benehmen der Arbeiter blieb nach wie vor in jeder Beziehung ein musterhaftes und es schien zu keinerlei Aueschreitungen kommen zu sollen. Als Robin jedoch eines Abends nach Hause kam, bemerkte er einige verdächtige Gestalten, die sich in der Nähe der Fabrik umhertrieben und deren scheues und unstätes Wesen ihm sogleich den Verdacht einflößte, daß sie Böses im Schilde führten. Während seine Gedanken sich noch vötlig mit dem soeden Gesehenen beschäftigten, fand er in seinem Zimmer einen Brief, dessen Handschrift und Orthographie eine merkwürdige Familienähnlichkeit mit dem Drohbriefe hatte, den Robert Ruberiy seiner Zeit erhalten. Der Brief lautete: „Wenn Dir Dein Leben lieb ist, so hüte Dich davor, am Freitag Abend in Birkenstedt zu sein. Diese Warnung schickt Dir einer, der es gut mit Dir meint.“ 10. Kapitel. Vor dem Sturm. Was sollte er thun? Daß es sich nicht bloß um einen dummen Witz handelte, war ihm völlig klar, denn die mehr als verdächtigen Gestalten, die er sorben gesehen hatte, würden ihm auch ohne diesen Warnungsbrief genug Grund zu den schlimmsten Befürchtungen gegeben haben. Was sollte er also thun. Viel Zeit zum Ueberlegen war nicht vorhanden, denn das Schreiben sprach es deutlich aus, daß für den heutigen Abend ein Anschlag gegen die Fabrik geplant war. Unter allen Umständen mußte er die Brüder Ruberiy warnen und Miriam in Sicherheit bringen; sein erster Gedanke war daher, sogleich zu ihnen zu eilen und Miriam auf's Schloß zu schaffen. Doch kaum hatte er diesen Gedanken gefaßt, als er ihn auch schon wieder verwarf, denn wenn er Miriam wirklich dazu bewegen würde, ihren Vater und Onkel zu verlassen, so würde sie vielleicht der Gefahr, welcher sie aus dem Wege geben sollte, gerade in die Arme laufen. Wie leicht konnte sie unterwegs den Aufständischen in die Hände fallen, die vermuthlich bereits die ganze Gegend unsicher machten, denn wenn sie auch von ihren eigenen Arbeitern nichts zu befürchten haben würde, so sahen doch die wilden Gesellen, die Robin vorhin getroffen hatte, nicht so aus, als wenn sie einen Unterschied zwischen Vater und Tochter machen würden. Darum gab es für ihn keine andere Wahl als sogleich aufs Schloß zu eilen und seinen Vater um Rath und Hülfe zu bitten; vorher ermahnte er jedoch Jim Rabbits noch eindringlich, alle Thore der Fabrik sorgfältig zu schließen, da sich draußen vielerlei Gesindel umhertreibe, das ihm einen sehr verdächtigen Eindruck gemacht habe. Dann lief er, so schnell ihn seine Füße nur zu tragen vermochten, quer über die Wiesen und Felder nach Schloß Birkenstedt. Unterwegs bemerkte er, daß sich die Zahl der Verdächtigen inzwischen ganz erheblich vermehrt hatte und daß immer noch neue Haufen von allen Seiten herdeiströmten. Eine halbe Stunde später befand er sich im Arbeitszimmer seines Vaters. „Um Gottes willen, Rodin, was ist vorgefallen?!“ rief dieser überrascht aus, denn die Kleider seines Sohnes waren durch das schnelle Laufen von oben bie unten mit Koth bespritzt. „Lies diesen Brief,“ stammelte Rodin erschöpft und athemlos. „Hältst Du ihn für ernsthaft gemeint?“ fragte der Oberst, nachdem er das Schreiben nicht ohne Mühe entziffert hatte. „Ja, denn was könnte der Briefschreiber für einen Zweck damit verfolgen wollen, sich einen dummen Witz mit mir zu machen? Uebrigens treibt sich bereits eine große Bande von verzweifelt aussehenden Kerlen in der Nähe der Fabrik herum, und ihre Zahl vermehrt sich mit jeder Minute.“ „Du glaubst also, daß sie einen Anschlag auf die Fabrik vorhaben?“ (Fortsetzung folgt.) Durchsuchung der Wohnung fand man 2 Formen, die zur Herstellung der Falschstücke verwandt wurden. Die Formen sind aus Blei gefertigt und galvanisirt. Stadt= und Landkreis Solingen. Solingen, 1. Juli. *— Mit der heutigen Nummer unseres Blattes erhalten die Stadtabonnenten das von Herrn Geh. Reg.= Rath Professor Intze in Aachen am 4. April 1898 erstattete Gatachten über die Erweiterung des Wasserwerks und die Anlage einer Thalsperre im Sengbachthale, sowie den stenographischen Bericht über den Vortrag des Herrn Professors Intze in der Stadtverordneten=Sitzung vom 10. Mai d. J. Angesichts dieses für unsere Stadt und alle Einwohner in jeder Beziehung hochwichtigen Gegenstandes, sowie namentlich des allgemeinen Interesses desselben wäre eine gleichzeitige Zustellung des Gutachtens an sämmtliche hiesigen Blätter nicht nur wünschenswerth, sondern auch durchaus geboten gewesen. Wir bedauern, aus einem bis jetzt uns noch unbekannten Grunde gestern nicht ebenfalls in der Lage gewesen zu sein, den Bericht über eine städtische Angelegenheit unseren Abonnenten zu übermitteln; wir hoffen jedoch, daß sie demselben trotzdem noch das gerechte Interesse entgegenbringen. — Der Solinger Kranken= und Sterbeauflage ist vom Minister für Handel und Gewerbe die Bescheinigung ertheilt worden, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, den Anforderungen des § 75 des Krankenversicherungsgesetzes genügt. §— Daß der Fiskus bezw. die Eisenbahn=Verwaltung die Anlage des neuen Bahnhofes in der Gabelung der Schützenstraße ganz ernstlich in Betracht zieht, geht auch daraus hervor, das derselbe gestern das Eigenthum des Herrn Ernst Unshelm(früher Spitzer'sches Besitzthum) an der Dorperstraße angekauft hat. Der Kaufpreis beträgt 36.000 Mark. — Der Vorarbeiter Herr Adam Hoffmann, welcher 40 Jahre hindurch ununterbrochen beim hiesigen Gaswerk thätig ist, feiert heute sein 40jähriges Arbeitsjubiläum. Von der Stadtverwaltung ist dem wackern Jubilar unterm 28. vorigen Monats ein Ehrengeschenk gemacht worden. — Das Ergebniß der vor Kurzem hier erfolgten Aushebung der Militärpflichtigen stellt sich für den Stadtkreis Solingen wie folgt: Ausgemustert wurden als„dauernd untauglich“ 42, dem Landsturm wurden überwiesen 157, der Ersatz=Reserve 94, der HandwerkerAbtheilung Metz 1, dem Insanterie=Regt. Nr. 53 21, dem Infanterie=Regt. Nr. 25 10, der Matrosen=Division 5, der Garde=Infanterie 17, dem Infanterie=Regt. Nr. 39 1, der Eisenbahn=Brigade 2, der Werft=Division 6, dem Pion.=Bat. Nr. 20 3, dem InfanterieRegt. Nr. 173 46, dem Feldart.=Regt. Nr. 30 22, dem Infanterie=Regt. Nr. 17, 56, der Garde=Feldartillerie 1, der Matr. Art.=Abth. 2, dem Train=Bat. Nr. 16 5, dem Dragoner=Regt. Nr. 9 2, dem Infanterie=Regt. Nr. 83 1, den Krankenwärtern beim XVI. Armeckorps 2, dem Train=Bat. Nr. 7 1, dem Kürassier=Regt. Nr. 4 1, dem Fußart.=Regt. Nr. 7 4, dem Pion. Bat. Nr. 7 2. §— Der vom Solinger Schützen=Verein für Dienstag Nachmittag angesetzte Blumenkorso wird vom Krieger=Denkmal aus, wo die Aufstellung um 4 Uhr erfolgt, folgenden Weg nehmen: Schwesterstraße, Brüderstraße, Kölnerstraße, Hochstraße, Friedrichstraße, Kölnerstraße(an der Post vorbei), Ufergartenstraße, Elisenstraße, Birkerstraße, Brühlerstraße, Kaiserstraße bis Schützenburg. Hoffentlich wird die Witterung für die Veranstaltung günstig, dieselbe dürfte dann eine hochinteressante, eigenartig schöne werden. — Das Preisrichter=Kollegium der Bergischen Kochkunst=Ausstellung in Remscheid trat am letzten Dienstag nochmals zusammen und kam nach wiederholter sorgfältiger Durchberathung der einzelnen Ausstellungsgruppen zu dem Endresultat, daß unter Aufrechterhaltung der bereits gethätigten Prämiirung noch 17 Ausstellern Auszeichnungen zuerkannt werden müßten. U. u. eim Herr Albert Schäfer=Höhscheid die goldene Medaille. — Herr Friedtich Brangs, hier, hat ein auf„Taschenmesser“ und Herr Ernst Wilhelm Brackeleberg, Ohligs, ein solches auf„Gruppendruck=Schreibmaschine mit neben einander angeordneten Typenträgern" angemeldet. — Am Sonntag, Nachmittags 3 Uhr, findet in Barmen(Hotel Schützenhaus) eine Kreisversammlung des bergischen Kreises Stolze=Schrey'scher Stenographen statt. Auf der Tagesordnung steht neben geschäftlichen Angelegenheiten ein Vortrag des Herrn Dr. Mantzel=Elberfeld über„Fortbildung in der praktischen Handhabung der Stenographie“. Im Lanfe der Versammlung findet ein Wettschreiben in 4 Abtheilungen statt.„ □ Höhscheid, 30. Juni. Die Blutlaus ist auch in vielen Orten hiesiger Gemeinde aufgetreten, z. B. wurde ihr Erscheinen festgestellt in Schirpenbruch, Hasenmüble, Hoffnung 2c.. 6 2 Gräfrath, 30. Juni. Von Turnfreunden aus Rauenhaus, Ketzberg und umliegenden Ortschaften ist ein neuer Turn=Verein ins Leben gerufen worden, der den Namen„Rauenhauser Turnerbund Frisch auf" trägt. In der Hauptversammlung vom 25. ds. Mts. wurden die Satzungen aufgestellt und der Vorstand gewählt. Das Vereinslokal befindet sich bei Frau Wirthin Wittwe Julius Saam zu Rauenhaus. Dem jungen Verein wünschen wir zu seinem Bestreben ein kräftiges„Gut Heil“. § Ohligs, 30. Juni. In der heutigen Sitzung des Armenvorstandes wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, 1000 Mk. zur Entsendung von 20 skrophulösen Kindern der Gemeinde Obligs nach Kreuznach oder Sassendorf zu bewilligen. Wie bekannt, sind in voriger Woche von der Ortsgruppe Ohligs des bergischen Vereine für Gemeinwohl ebenfalls 20 skrophulöse Kinder zu dem gleichen Zwecke bereits ausgewählt worden. (*) Stadtverordneten=Sitzung zu Wald am 30. Juni 1898. Unter dem Vorsitz des Herrn Bürgermeisters Heinrich sind anwesend die Herren Stadtverordneten Aprath, Beien, Evertz, Hammesfahr, Hüsmert, Jordan, Klein, Kranen, Krusius, Lüttgens, Meyer, Sina, San.=Rath Dr. Stratmann, Thomas und Vollmar, sowie die Herren Stadtbaumeister Wender und Ingenieur Glaß. Es fehlen die Herren Berns, Boden, Braun, Dültgen, Elscheidt, König, Mutz, Schimmelbusch und Vock. Das Protokoll führte Herr Stadtsekretär Schmidtmann. Tages=Ordnung: 1) Vorlage des Glaß'schen Wassergewinnungs Projektes. Vor mehreren Monaten wurde die Wasserwerkekommission in Verbindung mit der Sanitätekommission mit der Ausarbeitung eines Wassergewinnungs=Projektes beauftragt. Herr Ingenieur Glaß wurde mit Herstellung eines Projektes betraut und dasselbe liegt nunmehr fertig vor. Der Herr Vorsitzende schickt dem Vortrage des anwesenden Herrn Glaß voraus, daß die endgültigen Resultate der Analysen der Wasserproben aus den neuerlichen Bohrlöchern noch nicht vorliegen, natürlich aber einer event. Billigung des Projektes vorausgehen müssen. Ferner habe der Beschlußfassung eine Prüfung des Projektes durch 2 unparteiische Sachverständige voraufzugehen. Die veranschlagten Kosten werden sich nach oberflächlicher Schätzung auf etwa 265000 Mk. belaufen. Nebenbei bemeikt der Herr Vorsitzende noch, daß die kürzlich erfolgten Untersuchungen des städtischen Wassers bakteriologisch wie chemisch nur günstige Ergebnisse hatten. Der sich nun anschließende fast einstündige Vortrag des Herrn Ingenieurs Glaß behandelt in ausführlicher, verständlicher Weise den Verlauf der seit Februar im Gange befindlichen Vorarbeiten. Im Monat April wurden Wasserproben den bis dahin angelegten Bohrlöchern entnommen und zur Untersuchung chemischen Instituten in Düsseldorf und Barmen eingesandt. Die eingelaufenen, vom Vortragenden verlesenen Gutachten weichen beträchtlich ab, stellten jedoch beide einen ungewöhnlich großen Eisengehalt fest, der bei Leitungswasser für Genußzwecke, wenn auch nicht schädlich, so doch unerwünscht ist. Da nun eine Enteiserungsanlage große Kosten und umständliche Wartung erfordert, waren neue Versuche durch Anlegung weiterer Bohrlöcher geboten. Diese, in den letzten Wochen fertiggestellt, liegen in beträchtlicher Entfernung von den erstangebohrten nördlich von Elp. Das Wasser dieser Bohrungen liegt den chemischen Instituten zur achtung noch vor; die Analysen dürften jedoch, wie Voruntersuchungen ergeben, durchaus günstig ausfallen. Das Wasser, aus größerer Tiefe geschöpft, hat ein klares Aussehen und ist von angenehmem Geschmack. Nunmehr verbreitet sich der Herr Vortragende über die geologischen Verhältnisse und glaubt einen genügenden Wasserbestand in der Hildener Niederung für's ganze Jahr hindurch verbürgen zu können. Schwankungen der Wassermengen sind ganz minimal. Die vom Gebirge her zum Rhein in schon unerheblicher Tiefe befindliche Wasserströmung ist eine starke und vor allem beständige. Eine Fläche von etwa 6 Quadratkm. ist durch Bohrlöcher bereits bloßgelegt, und die Vorarbeiten dürften damit beendigt sein. Nunmehr geht Herr Glaß auf den Entwurf der Anlage über, bespricht dann die Kostenanschläge in ihren einzelnen Positionen und schließt nach Erläuterung der vorliegenden Karten und Pläne den interessanten Vortrag. Bei der sich anschließenden Besprechung interpellirt Herr Kranen den Herrn Ingenieur betreffs der in Bürgerkreisen viel besprochenen Frage der Mitbenutzung des Ohligser Wasserwerks seitens der Bürgermeistereien Wald und Gräfrath, unter Fallenlassen des Vorhabens der Anlage eines eigenen nun in Frage stehenden Wasserwerks. Herr Glaß hält ein diesbezügliches Abkommen mit Ohligs für beide Gemeinden unannehmbar, Ohligs würde sein Wasserwerk ganz bedeutend erweitern müssen und den Wasserpreis auf mindestens 12—14 Pfg. ansetzen; dazu ist auch die Leistungsfähigkeit bezw. die genügende Wasserförderung bei Mitbenutzung von 2 Gemeinden in Frage gestellt. Auf die Dauer würde sich Wald bei eigenem Wasserwerk jedenfalls entschieden besser stehen. Ueberflüssig sei, die Frage einer Mitbenutzung länger zu erörtern, da ein Vortheil ausgeschlossen. err Hüsmert fragt den Herrn Vorsitzenden, wie im Falle der Errichtung des Wasserwerks die Auszabe für Veizinsung und Amortisation gedeckt werden solle, ob die veranschlagte Summe von jährlich 15000 M. nicht den Sparkassenüberschüssen entnommen werden könne. Der Herr Vorsitzende erwidert, daß er dieserhalb beim Herrn Regierungs=Präsidenten angefragt und selbiger einer Verwendung der Sparkassenüberschüsse für Verzinsung und Amortisation des Wasserwerks seine Zustimmung nicht versagen wird. Im gleichen Schreiben des Herrn Präsidenten wird auch die Nothwendigkeit der Errichtung eines Krankenhauses dargethan und für diesen Zweck die regierungsseitige Genehmigung zur Verwendung von Sparkassenüberschüssen ebenfalls in Aussicht gestellt.— Nach Schluß der Diskussion werden die Herren Wasserwerks=Direktoren Grohmann=Düsseldorf, Rösel=Dortmund und Dr. Monscheidt=Bonn zu Prüfern des Projekts bestimmt. Die Annahme des Projekts bleibt somit vorbehalten. 2) Geschäftliche Mittheilungen. Der Herr Vorsitzende giebt Kenntniß von einer an die Regierung gerichteten Beschwerde des Herrn Schlechtendahl gegen den s. Zt. gefaßten Beschluß des Stadtverordneten=Kollegiums in Sachen Fluchtlinie der Kaiserstraße am Grundstücke des Beschwerdeführers. Die Königl. Regierung hat die Beschwerde abgewiesen. Weiter theilt der Herr Vorsitzende mit, daß die s. Zt. festgesetzten Lehrergehälter für die hörere Stadtschule die Genehmigung der Königl. Regierung gefunden haben. Die Erledigung des Gesuchs des Schloßbau=Vereins Burg a. d. W. um Unterstützung wird zu vertagen beschlossen. Vorerst soll die Stellungnahme des Kreisausschusses, dem die gleiche Bille unterbreitet, abgewartet werden. Erklärt sich dieser zu einem Beitrage bereit, hält der Herr Vorsitzende die Beihülfe der einzelnen Bürgermeistereien für überflüssig. — Die kürzlich erfolgte Schenkung, M. 5000 von einem ungenannten Geber zum Besten des Krankenhaus. baufonds, hat die Genehmigung Sr. Majestät erhalten.— Auf Fürsprache des Herrn Vorsitzenden wird einem Ersuchen der Lehrer der höheren Schule, die Gehälter vierteljährlich pränumerando auszuzahlen, einstimmig entsprochen. 3) Verwendung der Sparkassenüberschüsse pro 1897 98. Dieselbe wird folgendermaßen bestimmt: Mk. 1000 für seiner Zeit bewilligte von der Stadtkasse vorgestreckte Gabe an die Ueberschwemmten, Mk. 2354,33 ebenfalls bereits verausgabt für Typhuskranke, Mk. 2000 den Vorständen der Feuerwehren, Mk. 100 dem Ziezenzuchtverein Wald für eine Bockstation, Mk. 500 für Instandsetzung des Kriegerdenkmals, Mk. 500 für Lungenkranke in der Gemeinde und endlich die überschießenden Mk. 108,13 zur Ueberweisung an die Volksschulen für Milchkuren armer Schulkinder. 4) Beschaffung von Subsellien für die höhere Stadt schule und die Schule zu Wittkulle; auch Anstellung einer 4. Lehrerkraft in Wittkulle. Durch Ueberweisung von Schulbänken an andere Schulen sind für die höhere Stadtschule und die Wittkuller Schule Neuanschaffungen in Höhe von Mk. 1150 erforderlich. Selbige werden genehmigt, wie auch die Gründung einer 4. Lehrerstelle pro 1. Nov. an der Wittkullerschule, deren Frequenz— 242 Kinder— eine weitere Lehrkcaft verlangt. 5) Bau einer katholischen Schule. Ein für dieselbe im Auge gehabtes günstig gelegenes Grundstück des Herrn Kind hat dieser inzwischen anderweit veräußert. Bei einer kürzlich erfolgten abermaligen Besichtigung der Baukommission hat diese nun das Doipsche Grundstück an der Wittkullerstraße(30 Mk. pro Ruthe) zu kaufen in Vorschlag gebracht. Herr Krusius hegt Bedenken wegen der vergrößerten Entfernung für die Kinder, auch sei die Lage durch naheliegende, wenn auch in verdeckten Räumen arbeitende Hämmer, wenig vortheilhaft. Nach kurzer reger Debatte, an der die Herren Sina, Hammesfahr, Krusius und der Herr Vorsitzende theilnehmen, wird die Angelegenheit behufs nochmaliger Besichtigung vertagt. 6) Aufnahme einer Anleihe. Für den Bau der eben erwähnten kath. Schule, Anschaffung von Schulbänken für mehrere Klassenräume, Regulirung des ehemaligen Schweinsbergschen Hauses 2c. ist die Aufnahme einer Anleihe in Höhe von insgesammt Mk. 40650 erforderlich. Dieselbe wird debattelos genehmigt und bei der Sparkasse zu eiheben beschlossen mit 3½ pCt. Verzinsung und 6pCt. Amortisation. 7) Eingabe des Herrn Ruß zu Neuchätel, betr. Schulbad an der evang. Schule Wald I. Herr Vorsitzender verliest ein Schreiben des Sohnes des s. Z. an der Schule zu Wald I thätig gewesenen Hauptlehrers Ruß, in welchem sich derselbe erbietet, zum Andenken an seinen verstorbenen Vater, die nöthigen Apparate für ein Schulbad in besagter Schule kostenfrei zu beschaffen, vorausgesetzt, daß die Stadt das fertige Lokal und die Rohrleitung auf ihre Kosten übernimmt. Kollegium erkennt die Hochheizigkeit des Anerbietens dankend an, ist jedoch im Falle der Annahme gewissermaßen moralisch verpflichtet, auch den anderen Schulen in der Gemeinde die Vergünstigung einer Badeeinrichtung zukommen zu lassen, das aber verträgt sich nicht mit der gegenwärtigen finanziellen Lage der Stadt. Nach längerer Erörterung wird die Angelegenheit in die 2te Lesung verwiesen. 8) Die Fluchtlinienpläne: a) für die Straße von Buckert nach Ehrenermühle; b) für die südliche Seite der Kaiserstraße vom Bahnhofe bis zur Grenzstraße; werden, nachdem dieselben die gesetzliche Frist offen gelegen, genehmigt. c) der zu verlegenden Ackerstraße und einer Verbindungsstraße zwischen Viktoria= und Ackerstraße; die Verlegung eines Theiles der Ackerstraße wird, nachdem die Anwohner Einspruch nicht erhoben, gebilligt und ein von dieser Straße nach der Viktoriastraße führender neuer Weg„Sommerstraße" titulirt. 9) Unterhaltung einiger Wegeparzellen einschließlich der Straßenfahrbahn auf dem Ueberführungsbauwerk bei Untenscheidt Seitens der Stadt Wald. Es handelt sich um den an der Scheidter Bahnunterführung durch Erdanschüttung entstandenen Weg. Die Ueberführung selbst wird von der Bahnverwaltung unterhalten, wozegen die Unterhaltung der hinaufführende Wege der Gemeinde anheimfällt. Kollegium hat gegen diese Bestimmung, die für das Grundbuch nothwendig ist, nichts einzuwenden. 10) Steuer=Erlaßanträge. Dieser Punkt wird der vorgerückten Stunde halber, von der Tagesordnung zurückgezogen. Gerichts=Verhandlungen. Sitzung des Schöffengerichts. *. Solingen, 1. Juli. Vorsitzender Herr Amtsrichter Arimond, Schöffen Herren Julius Buschhaus und Hermann Koopmann von hier, Amtsanwalt Herr Stadtsekretär Hermes, Gerichtsschreiber Herr Assistent Kossak. — Drei Messerschleifer von Höhscheid haben sich am 2. April d. J. in einer Gastwirthschaft an der Brücke höchst ungebührlich benomnten, den Wirth aufs gröblichste, insbesondere durch die Anspielung, als ob er, der früher Küster gewesen, den Opferstock ausgenommen hätte, beleidigt, mißhandelt und trotz Aufforderung das Lokal nicht verlassen. Alle drei wurden heute mit Rücksicht auf das Maaß ihrer Betheiligung bestraft und zwar alle wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs und einfacher Beleidigung, B. und D. ferner wegen Mißhandlung und R. weiter wegen schwerer, verleumderischer Beleidigung. B. und D. erhielten demnach 1 Woche und 5 Tage Gefängniß und 10 Mk. Geldstrafe, bei deren Nichtzahlung 2 Tage weiteres Gefängniß, R. 2 Wochen und 5 Tage Gefängniß und ebenfalls 10 Mk. Geldstrafe oder 2 Tage Gefängniß.— Ein 16 Jahre alter Schleiferlehrling aus Wald, welcher geständigermaßen in einer Wirthschaft, wo er Kegel aufgesetzt hatte, die Gelegenheit wahrnahm und 22 Mk. aus der Theke stahl, wurde mit Rücksicht auf Jugend und Geständniß, sowie darauf, daß der Geschädigte das Geld zurückerhalten hat, nur zur Strafe des Verweises verurtheilt; möge diese Milde ihn erst recht veranlassen, sich fernerhin nicht mehr an fremdem Gut zu vergreifen. — Wegen der Beschuldigung, am 30. Januar d. Is. einen Schwertschmied mittels Schlagringes oder anderen gefährlichen Werkzeugs vorsätzlich körperlich mißhandelt zu haben, stand ein 25 Jahre alter Nickelpolirer von hier vor den Schranken. Da diese Beschuldigung durchaus begründet erschien, auch keine mildernde Umstände vorlagen, wurde derselbe zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt.— Unbefugter Kleinhandel mit Branntwein war dem Inhaber einer beschränkten Schenkwirthschaft hierselbst zur Last gelegt. Da diese Gesetzesübertretung verjährt erschien, wurde das Verfahren eingestellt.— Freigesprochen wurde ein 15 Jahre altes Dienstmadchen hierselbst, welches in einem Fabrikgeschäft ein Taschenmesser gestohlen haben sollte.— Durch Beschäftigung eines 12jährigen Schulknaben in seiner Fabrik sollte sich ein Fabrikant von Wald strafbar gemacht haben. Nach dem Ergebniß der heutigen Verhandlung hatte der Knabe ohne Vorwissen des Beschuldigten hin und wieder seinem Vater, welcher als selbstständiger Gießer bei demselben in Arbeit steht, etwas geholfen, nicht aber während der Schulstunden. Das Urtheil lautete darum auf Freisprechung.(Schluß folgt.) Vermischte Nachrichten. Berlin, 29. Juni. Die in diesen Tagen durch viele Blätter gegangene Mittheilung über die Villa Bebels am Züricher See gibt dem„Vorwärts“ Anlaß zu folgender Auslassung:„Bebel theilt uns auf Anfrage mit: Das bescheidene Haus ist an mehrere fremde Familien vermiethet, Bebel seltst hat für sich, seine Frau und die Familie seiner in Zürich verheiratheten Tochter 3 Stuben, Kammer und Küche in der Dachetage für den Sommer im Besitz. Daß überhaupt Bebel in den Besitz eines kleinen Vermögens kam, verschuldet nicht die sozialdemokratische Arbeiterschaft, die keinen Groschen dazu lieferte, sondern hauptsächlich die— deutsche Bourgeoisie. Bebel hat als Schriftsteller das Glück gehabt, daß sein viel verlästertes Buch„Die Frau“ bisher in weit über hunderttausend Exemplaren verbreitet wurde, und davon kommen volle vier Fünftel auf die deutschen Bourgeois und ihre Frauen und Töchter; sie also sind die Urheber und Erbauer des Bebelschen Herrensitzes. Altona, 30. Juni. Heute gab ein Seemann auf seine Geliebte 4 Schüsse ab, durch die er sie tödtlich verwundete, und erschoß sich dann selbst durch einen Schuß in den Mund. Glauchau, 30. Juni. Fleischermeister Meinhold in Planitz bei Zwickau, der Verkäufer trichinosen Fleisches, wodurch Massenkrankungen und zwei Todesfälle verursacht wurden, ist auf Befehl der Staatsanwaltschaft verhaftet worden. Bern, 29. Juni. Eine hiesige junge arme Frau, deren Mann krank im Spital liegt, hat ihre beiden Kinder, ein Mädchen von 8 Monaten und ein Knabe von 2 Jahren, aus Verzweiflung mit Phosphor vergiftet. Sie vergiftete sich nachher selber mit Kohlengas, kam aber wieder zu sich. Die Kinder sind todt. Luzern, 30. Juni. Gestern Nachmittag während eines heftigen Sturmes schlug ein von fünf englischen Touristen besetztes kleines Boot bei Meggen um; zwei Personen, ein Herr und eine Dame ertranken. Die übrigen wurden gerettet. und Telegramme. Madrid, 30. Juni. Heute fand unter dem Vorsitz der Königin=Regentin ein Ministerrath statt, der sich ausschließlich mit dem Kriege beschäftigte.— Ein Telegramm des Gouverneurs von Portorico besagt, es sei sehr schwer, die Ladung des Postdampfers Antonio Lopez zu bergen, weil ein amerikanischer Kreuzer unaufhörlich auf das Schiff schieße, daß noch immer festsitze. — 30. Juni. Hier ist das Gerücht verbreitet von einer großen für die Spanier erfolgreichen Schlacht bei Santiago. Das Gerücht ist amtlich noch nicht bestätigt. Port Said, 30. Juni. Die ägyptische Regierung hat die Lieferung von Kohlen für das spanische Geschwader verboten, mit Ausnahme einer Menge, die es dem Geschwader ermöglicht, die spanischen Küsten wieder zu erreichen. Die spanischen Schiffe dürfen indessen Kohlen aus ihren eigenen Kohlenschiffen übernehmen. Die Kohlenübernahme hat bereits begonnen, nachdem die „Isla de Luzon“ mit einer Ladung Kohlen für das Geschwader hier eingetroffen ist. Das Geschwader wird noch die Ankunft zweier anderer Kohlenschiffe abwarten, bevor es die Fahrt durch den Kanal antritt. Die spanischen Torpedoboote werden bis auf Weiteres hier bleiben. Kairo, 30. Juni. Ueber das Geschwader Camaras in Port Said wird hier Folgendes veröffentlicht: Als die Spanier von ihren eigenen, von Spanien angekommenen Schiffen, Kohlen einzunehmen begannen, theilte die ägyptische Regierung ihnen mit, sie könne ein solches Vorgehen nicht gestatten; dasselbe müßte sofort eingestellt werden, andernfalls müsse das Geschwader Port Said verlassen. Nachdem die Spanier die Frist von 24 Stunden erheblich überschritten hatten, erklärten sie, die Kriegsschiffe hätten Reparaturen nöthig und begannen behufs Ausbesserung der Schiffe Kohlen und anderes Material auszuschiffen. Portorico, 30. Juni. Die Ladung des Dampfers „Antonio Lopez“ ist geborgen. Pesuche und Angebote jeder Art werden unter % Discretion an die für den speciellen Zweck bestgeeignete Zeitung befördert un einlaufende Offertbriefäglich ###dem Auftraggeber zugesandt von der im In- und Auslande seit vielen Jahren bekannten Central-Annoncen-Expedition ven G. L. Daube& Co. Vertreten in allen grösseren Städten. Köln, Unterfettenhennen 7. Tel. 495. Die Auskunftel W. Schimmelpteng in Köln, Hohestraße 168, unterhält 21 Bureaus in Europa mit über 500 Angestellten, die ihr verbündete The Bradstreet Compagay in den Vereinigten Staaten, Canada und Australien 91 Bureaus. Tarife werden postfrei versandt. 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Es wird darauf hingewiesen, daß bei Taufen in der Kirche außer dem stondesamtlichen Buche ausgefüllte Tauftermulare vorzulegen sind, welch letztere bei den Pfarrern, dem Küster und auf dem Gemeinde= Amt Südwall 9, zu erhalten sind. Amtsbezirk Krahenhöhe. Vormittags 10 Uhr: Superintendent Drausfeld. Beerdigungen sind auf dem GemeindeAmt Südwall 9 und bei Herrn Pastor Tersteegen anzumelden. Ev. Arbeiter=Verein. Nachm. 2—4 Uhr: Sterbe=Kasse. Montag Abend 8½ Uhr: Vorstandssitzung. Juggfrauen-Verelo der Stadtmisslon. Sonntag Nachmittag 1½ Uhr: Versammlung im Vereinshause. Ausslug nach Burg. Immanuels- Verein, Schrodtberg. Sonntag punkt 12 Uhr: Abmarsch vom Vereinslokal nach Barmen. Proviant nicht vergessen. Es ladet ein Der Vorstand. eingeführtes TaschenmesserFabrikations=Geschäft ist sofort zu verkaufen. Offerten K. 100 an die Expedition. Frang Mänger- uodJüogliogs-Verelo. — Jugend=Abtheilung.— Sonntag, den 3. Juli, so Gott will: Ausflug nach Hilden Jarath= Urdenbach. Die Väter und Brüder unserer Mitglieder sind zur Theilnahme an dem Ausfluge herzlichst eingeladen. Fahrt nach Hilden und zurück 60 Pfg. Proviant ist mitzunehmen. Die Theilnehmer werden gebeten, sich um 11 Uhr im Vereinszimmer einzufinden. Der Vorstand, Der christliche Gemischte Chor in Gräfrath will, am Sonntag, den 3. Juli, Nachmittags 3½ Uhr im Saale der W'we. Aur. Markus sein — Jahres-Fest zu feiern.— Mehrere Redner und Vereine haben ihre Mitwirkung freundl. zugesazt. „ Prosramm, welches zum Eintritt berechtigt, ist am Eingang zu 15 Pfo. Jedermann ist herzlich eingeladen. Der Vorstand. (in Schlagwerk, komplett, für! 7 doppelte grüne Schlagladen □ Reider billig zu verkaufen. guterhalten, 187 Ctm. hoch, 96 Ctm. Joh. Kleinfelde, Kreuzweg. breit, billig abzugeben. Näh. i. d. Exp. Bekanntmachung. Bei der am 27. ds. Mts. stattgehabten Ausloosung Solinger StadtObligationen wurden gezogen: von der II. Emission La. A No. 8, 40, 44, 47, 92, 170, 190, 205, 217, 227, 246, 294, 308, 340, 353, 369, 372, 384, 429, 431 und 468 und La. B No. 521, 548, 549, 555, 567, 583, 587, 606, 660 und 695. Die Einlösung der ausgeloosten Obligationen erfolgt am 31. Dezember d. J. durch die hiesige Stadtkasse. Von den früher ausgeloosten Obligationen wurden zur Einlösung noch nicht präsentirt: La. No. 114, 149, 153 und 425. Solingen, den 30. Juni 1898. Der Oberbürgermeister: Dicke. Conntag, den 3. Juli: Jahresfest des Bibel- u. Missionsvereins 3 nir: Ses.# für die obere Spnode. Nachm. 3 uyr: Feugortesdienst in der Kirche. Predigt Pfarrer Bölitz aus Mondein. Pretis Nachm. 4 Uhr: Nachversammlung im Vereinshause. Ansprachen von Pfr. Allmenröder, Missionsbeamten Schindelin aus Barmen u. A. Vorträge des Männerchors des evang. Männer= und Jünglingvereins. Die enenzel Gemeind Kassee 30 Pig. Die evanger. Gemeinden des oberen Kreises sind hierzu herzlich eingeladen. Der Vorstand des B. u. N.=V. Statutarische Bestimmungen betreffend Einziehung der Beiträge zur Invaliditäts= und Altersversicherung für diejenigen Personen, welche in der Stadtgemeinde Höhscheid gemäß§ 1 des Reichsgesetzes vom 22. Juni 1889 der Versicherungepflicht unterliegen. Auf Grund der§§ 112 und 113 des Reichsgesetzes vom 22. Juni 1889 über die Invaliditäts= und Altersversicherung sind von der StadtverordnetenVersammlung zu Höhscheid unterm heutigen Tage vorbehaltlich der Genehmies Herrn Regierungs=Präsidenten zu Düsseldorf für den Umfang der Einladung zur Versammlung der Stadtverordneten Stadtgemeinde Höhscheid folgende statutarische Bestimmungen beschlossen worden. am Montag, den 4. k. Mts., s. 1. 1. 3. 4. 5. 6. 8. Nachmittags 5 Uhr, im Rathhause. Tages=Ordnung: Rheinischer Verein zur Förderung des Arbeiter=Wohnungswesens. Wasserleitung zu Hintenmeiswinkel. Abbruch des alten Spritzenhauses zu Gosse. Verkauf des Grundstücks des seitherigen Spritzenhauses Gosse. Wahl der Schiedsmänner. Anstrich der Häuser Felderstraße 10 und 12. Handarbeits=Unterricht. Steuer=Erlaß=Gesuche. Höhscheio, den 30. Juni 1898. Der Bürgermeister: Gläßner. Gerichtlicher Verkauf. Am Samstag, den 2. Juli 1898, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Markte zu Solingen öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung versteigert werden: 1 Küchenschrank, Waschtisch u. s. w. Solingen, Der Gerichtsvollzieher: Oststraße 23. Reich. Gerichtlicher Verlauf. Am Samstag, den 2. Juli 1898, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Markte zu Solingen öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung versteigert werden 1 Pianino, 1 Nähmaschine, Tische, Schränke, Commoden, Spiegel, 1 Küchenanrichte, Gelgemälde pp. Solingen, Der Gerichtsvollzieher: Wupperstr. Salowsky. Gerichtlicher Verkauf. Am Samstag, den 2. Juli 1898, Vormittags 10½ Uhr, sollen vor dem Hause der Wirthin Frau Carl Bauermann zu Solingen, Cölnerstraße, öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung versteigert werden: 1 Kleiderschrank, 1 Tisch, 1 Regulateur. Solingen, Der Gerichtsvollzieher: Klosterwall 18. Lillenberger. Sparkasse der Stadtgemeinde Höhscheid. Abschluß pro Monat Juni 1898. Bestand an Einlagen am 1. Juni 1898 4 1195963.36 Einlagen pro Monat Juni 1898 4 39187.72 Sa. M# 1235151.08 Rückzahlungen pro Monat Juni 1898# 18242.65 Bleibt Bestand an Einlagen am 1. Juli 1898 c 1216908.43 Höhscheid, den 1. Juli 1898. Die Sparkassen=Verwaltung. Städtische Sparkasse in Wald. Bestand an Einlagen am 1. Juni 1898 4 214 963 Mk. 85 Pfg. Einlagen im Monat Juni 94751" 27 Sa. 4 309 715 Mk. 12 Pfg. Ab Rückzahlungen 60 638„ 16 Bleibt Bestand an Einlagen am 1. Juli 1898 4249 076 Mk. 96 Pfg. Jede Summe von 1 Mark an wird angenommen.— Die Einlagen werden mit 4 resp. 3¼% verzinst. Wald, den 30. Juni 1898. Die Sparkassen=Verwaltung. Königl. Standesamt Solingen. 30. Juni. Geburten: Paul, S. v. Commis Leo Löhmer, Blumenstr. Anna Lina, T. v. Heizer Emil Löwenburg, Wieden. Auguste Emilie Eugenie, T. v. Kaufmann Friedrich Hartkopf, Sonnenstr. Arthur Otto, S. v. Architekt Otto Brangs, Zollernstr. Margarethe Anna, T. v. Fuhrmann Joh. Nikol. Klückers, Irlen. Otto, S. v. Ausmacher Herm. Schüß, Kirschbaum. Aufgebote:„Anstreicher Johann Proepper und Anna Scholle, b. h. Heirathen: Anstreichermeister Adolf Voswinkel, Elberfeld, u. Helene Schmitz, hierselbst. Scheerenausmacher August Beum und Alma Hoppe, b. h. Ein an der Kasernenstraße gelegener Bauplatz, ca. 118 Ruthen groß, ist ganz oder getheilt sehr preiswerth zu verkaufen. Näh. in der Exped. Zur pract. Ausführung einer zum Patent angemeldeten Neuheit der Metallw. Branche—lukrat. Massenartikel— solvente Fabrikanten gesucht. Gefl. Offerten unter K. B. an die Expedition d. Ohligser Tagebl. *2 große Fahnen billig zu verStaufen. Näh. in der Expedition. Bezüglich der Einziehung der Beiträge zur Invaliditäts= und Altersversicherung für diejenigen Versicherungspflichtigen, welche einer Ortskrankenkasse Stadtgemeinde Höhscheid angehören, wird bestimmt, daß dieselben in Gemäßheit des§ 112 Absatz 1 und abweichend von der Vorschrift des§ 109 Absatz 1 des Gesetzes vom 22. Juni 1889 über die Invaliditäts= und Altersversicherung durch die genannten Kassen für Rechnung der Versicherungsanstalt „Rheinprovinz“ von den Arbeitgebern eingezogen werden. §. 2. Eine besondere Verpflichtung zur An- und Abmeldung der im§ 1 genannten Versicherten besteht nicht, vielmehr genügen die bei der auf Grund des § 49 des Gesetzes, betreffend die Krankenversicherung vom 15 Juni 1883 beziehungsweise vom 10. April 1892 erstatteten Anmeldungen gleichzeitig auch für die Invaliditäts- und Altersversicherung. § 3. Wegen Einziebung der Beiträge zur Invaliditäts= und Altersversicherung für diejenigen Versicherungspflichtigen, welche einer Ortskrankenkasse der Stadtgemeinde Höhscheid nicht angehören, wird bestimmt, daß dieselben in Gemäßheit des§ 112 Absatz 2 und abweichend von der Vorschrift des§ 109 Absatz 1 des Reichsgesetzes vom 22. Juni 1889 durch die allgemeine Ortskrankenkasse in Höhscheid für Rechnung der Versicherungsanstalt„Rheinprovinz“ von den Arbeitgebern eingezogen werden. § 4. Die im§ 3 genannten Versicherten sind verpflichtet, sich spätestens am dritten Tage nach Beginn der Versicherungspflicht anzumelden und spätestens am dritten Tage nach Beendigung derselben wieder abzumelden. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu einhundert Mark bestraft. § 5. Die Erhebung der Beiträge erfolgt zu den jetzt bei den Ortskrankenkassen üblichen Zahlungsperioden der Krankenversicherungs beiträge. § 6. Die Ortskrankenkassen haben die den eingezogenen Beträgen entsprechenden Marken längstens innerhalb 8 Tagen nach der jedesmaligen Einziehung in die Quittungskarten der Versicherungspflichtigen einzukleben und die Vorschriften welche der Landes=Zentralbehörde über den Zeitpunkt und die Art der Entwerthung der Marken bereits erlassen sind, sowie etwa noch erlassen werden, zu beobachten. § 7. Die Versicherten sind verpflichtet, sofern sie nicht in Gemäßheit des§ 11! des Gesetzes die Quittungskarte bei den Ortskrankenkassen hinterlegt haben, dieselbe zur Zeit der Einziehung der Beiträge ihrem Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen und diese, sie der betreffenden Ortskrankenkasse vorzulegen. § 8. Die Arbeitgeber sind berechtigt, die Hälfte der nach§ 5 von ihnen eingezogenen Beitrage, soweit dieselben in den beiden letzten Lohnzahlungsperioden fällig geworden sind, bei der Lohnzahlung den Arbeitnehmern in Abzug zu bringen. § 9. Für diejenigen Versicherten, deren Beschäftigung durch ihren Zweck oder im Voraus durch den Arbeitsvertrag auf einen Zeitraum von weniger als einer Woche beschränkt ist, ist in Gemäßheit des§ 113 des Gesetzes die auf die Versicherten entfallende Hälfte der Beiträge unmittelbar von den Versicherten, die auf die Arbeitgeber entfallende Hälfte aber von der Stadtgemeinde Höhscheid zu entrichten und durch sie von den Arbeitgebern wieder einzuziehen. § 10. Die Versicherungsanstalt„Rheinprovinz“ stellt den Krankenkassen gegen Abrechnung die erforderlichen Marken zur Verfügung und gewährt denselben eine von der Landes=Zentralbehörde zu bestimmende BeS 11. Die Ortskrankenkasse für Schleifer 2c. und die Ortskrankenkasse für Reider 2c. haben die Ausstellung und den Umtausch der Quittungskarten der Kassenmitglieder und die allgemeine Orkskrankenkasse die der Kassenmitglieder und der übrigen Versicherten nach den Vorschriften der§§ 103 und 105 des Gesetzes zu bewirken. S 12. Diese Bestimmungen treten nach erfolgter Genehmigung in Kraft. Gleichzeitig treten mit diesem Tage die statutarischen Bestimmungen vom 16. Februar 1897 außer Kraft. Höhscheid, den 5. April 1898. Der Bürgermeister: Gläßner. Restaurant Ursprung, Vtergartenstrasse 31, empfiehlt seine bekannt guten Weine der Firma Brukenhaus& Espenschied, kgl. preuß. Hoflieseranten, Elberfeld, in und außer dem Hause. Rhein- u. Moselweine von 60 Pfg. an. Gesellschaftszimmer mit Piavine in der oberen Etage. Montag Morgen Kegeln um ein schweres Kalb bei Herm. Mattheis, Wupperstraße. Irisch geschlacht. junge, fette Gänse, deutsche Vonlarden. Kapaunen, Suppenhühner und junge Hähne. sowie täglich frische Erdbeeren. Weintrauben. Aprikosen. Pfrsiche. Zwetschen. Aepfel, Apfelsinen u. Zitronen empfiehlt zur gefl. Abnahme bestens. Johann de Vogt, Kölnerstraße 131, neben dem Rathhause.— Schützenfest in Solingen. Restautation Ernn Tchadtig, bulgsil. Während der Festtage: Großes humoristisches Konzert, ausgeführt von der überall mit größtem Beifall ausgenommenen Singspiel-Gesellschaft„Fidele Geister“ (aus Köln). Direction: M. Zobel. 4 Damen! 3 Herren! Anfang 1 Uhr. auscamse Aufang 1 Uhr. Morgens 11—1 Uhr: NI ATINEE. Zu recht zahlreichem Besuch laden ergebenst ein Erust Schaberg. M. Zob!(Fidele Geister). * * * * Schweizer-Cafe Albert Burchard, Kaiserstrasse 223. hält sich zu den Schützenfesttagen bestens empfohlen mit täglich frischem Backwerk etc. in bekannter tadelloser Güte. ff. Biere, reine Weine etc. Empfehle diese Woche wieder prima schönes fettes Fleisch per Pfd. 30 Pfg., sowie täglich warmen Braten in und außer dem Hause. Roßschlächterei Gottlieb Wieden, Kaiserstraße(Wehrwolf). Filiale: Neumarkt. Prima Astrachau=Caviar, frischer Helgoländer Hummer, Odernrevse, Torellen, sowie sämmtliche Delikatessen der Saison stets vorräthig. Hôtel„Deutsches Haus“, Besitzer: Louis Schirelbusch. uit a. bn. WER Jebend. ital. 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Nach Ankunft: ¼ Stunde Pause. Hierauf: Grosses Concert verbunden mit Aufmarsch mit Freiübungen um 3 Ehrenpreise. Nach demselben: Preis- und Ehrenpreis-Tarnen am Reck und Barren um je 2 Preise und 2 Ehrenpreise. Nach Beendigung desselben: Glänzender Fest- Ball und Vertheilung der Preise an die Sieger. Entree zum Concert à Person 40 Pfg. Festkarten für Sonntags Concert und Ball 1 Mk., Damen frei, sind zu haben nur an der Kasse. Die Musik wirdausgeführt von der Solinger Feuerwehr-Kapelle. Zu diesem Feste ladet ergebenst ein Der Vorsland. Das Fest-Comité. Die Herren Ehrenmitglieder laden wir zu diesem Feste ergebenst ein. Die Bewohner von Mangenberg, Kronprinzenstraße, Viktoriastraße## und Kreuzweg werden gebeten, ihre Häuser mit Fahnen und Guirlanden schmücken zu wollen. Der Vorstand des Mangenberger Turn-Vereins. Wohlgemuth. Versammlung zur Cour Samstag, den 2. Juli, Abends 6½ Uhr im Vereinslokale. Abfahrt von Süd 7,13 nach Ohligs. Der Vorstand. St. Seb. Schützen=Gesellschaft. Tonntag, den 3. Juli er.: Nachmittags 2.44 Uhr: Abfahrt vom Südbahnhofe zur Theilnahme am Ohligser Die Compagnieen versammeln sich eine halbe Stunde vorher in ihren Vereinslokalen. Der Vorstand. General-Versammlung der Scheerenfeiler am Montag, den 4. Juli, Nachmittags. 6½ Uhr bei C. Ern, Wehrwolf. Tages=Ordnung: Beschlußfassung über§ 12 des Statuts. Der Vorstand. Racsanautun Mader hof. Paul Haring, Kaiserstrasse 264. Zum 1. Mase hier. Zum 1. Male hier. Täglich Elite-Künstler-Vorstellungen Auftreten von Kunstcapacitäten nur 1. Ranges. Unter anderem: 1. Frankfurter Künstler=Quartett Geschw. Kemp, in ihren grossart, hier noch nie zur Aufführung gelangten Theaterstücken. 1. Der Heidelberger Studio. 2. Heilsarmee und 3. Jawohl Herr Lehmann. Kolossaler Lacherfolg. Ferner Debut des Herrn Marco Marcelli, Salon-Humorist und Instrumental-Imitator, Frl. Autonie Schumann, Concertsängerin, Frl. Käthi Recker, Soubrette, Frl. Auni Forrester, Chansonette. Herr Willy Ackermann. der unübertroffene Kölner Volkshumorist. Herr Herm. Elsenheimer, der beste Ballwerfkünstler der Neuzeit. Herr Frankloff, Militärmimiker u. Zauberparodist. Jeden Morgen von 11—1 Uhr: Grosse Gala-Matiuée. Samstag Abend punkt 8 Uhr: Große Gala-Eröffnungsvorstellung Auftreten des gesammten Personals. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Die Direktion: Paul Häring. Posin-un. nke e escch=## Spazier-Stöcke Neuheiten! über 150 Sorten von 35 Pfg. an bis zu den feinsten. Benj. Kaufmann Goldstr. 7, Brunnenstr.=Ecke. Schuhwaaren aller Art, reichhaltige Auswahl empfiehlt E. Schöttler, Ufergarten 29. Reparaturen aut und billig Knaben und Mädchen für leichte Beschäftigung auf sofort gesucht. Aug. Schreiner, Weverstr. 19. Schönster für Vereine und Schulen. Größte herrlichste Waldungen und Parkaulagen der ganzen Gegend. Ausflugsort Jeden Tonntag von 4 Uhr ab: GROSSES Militär-Concert. Vom Bahnhof Opladen 20 Minuten entfernt, alle Wege durch Wald führend. 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Abfahrt 12,40 Uhr von Solingen=Süd.— Bei ungünstigem Wetter:„Gemüthl. Beisammensein im Vereinslokal, 1. Felderstraße. Landsleute, auch nicht Mitglieder, herzl. willkommen. Der Vorstand. r Schieß=Verein Kameradschaft, III. Hästen. Sonntag, den 3. Juli, Nachmittags 41 Uhr: General-Versammlung. Tages=Ordnung: Festangelegenheiten. Der Vorstand. Diejenigen, welche gesonnen sind, einen Schieß=Verein mitzugründen, wollen Samstag Abend punkt 9 Uhr, im Lokale des Herrn Joh. Siefen, Brühl erscheinen. Mehrere Interessenten. Während der Schützenfesttage empfehle täglich frisch: Häring-Salat, Ital. Salat, Sülze mit Remouladen-Sauce, Hummer mit Mayonnaise, Hummer in Gelee, neue Matjes- und Vollhäringe, marinirt u. S. W., alle Sorten in- u. ausländischen Käse etc. H. E. Knecht. Von heute an jeden Mittag um 12 Uhr: warmen Schinren. H. P. Weber. Von 12 bis 1 Uhr Mittags täglich: empfiehlt Oscar Reimann, Kaiserstraße 88 am Entenpfuhl, Haltestelle der elektr. Straßenbahn. Godesberg a. Rh. 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