Nr. 59.— 50. Jahrgang. Erstes Blatt. A TTengrr Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage.— Preis für das Vierteljahr Früher unter dem Alterin der Expedition 1 444 75 H, auf allen Kaiserl. Postanstalten 2 Bug18 Einrückungsgebähr für eine einspaltige Petitzeile oder deren Raum 10 J. Hergisches Volks=Blatt. Freitag, den 11. März 1898. Druck und Verlag von Alb. Pfeiffer in Solingen.— Für die Redaktion verantwortlich: Rudolf Pfeiffer in Solingen.— Die Expedition befindet sich in Solingen, Kaiserstr. 140. (Fernsprech=Anschluß Nr. 90). Sämmtl. Neuheiten für die FRUHJAHRS-SAISON sind eingetroffen! WatVind-Cuttuht suen Wolsiocken M. 4.15, Portige Botten. guten Federn M. 5.25, 8.50, mit 10 Pfd. besseren Federn M. 10.50, 12.50, 15.00, 20.00, 21.00 22.50, 25.00, 30.00, mit 10 Pfd. Hasenspitzen M. 8.50, mit Pflanzendaunen M. 10.00. Herrschafts=Betten aus prima uni rothem DaunenCöper mit 10 Pfo. prima gereinigten Federn, zweiJ.::*““ schläfig, nur M. 18.50.— Kopfkissen mit 3 Pfd. Wollflocken M. 1.80, 1.50, 1.10, mit 2½2 Pfd. Federn M. 5.00, 4.50, 3.50, 3.00, 2.50, 2.25.— Wollflocken pr. Pfd. 60, 40, 30, 25, 17 Pfz.— Gute Bettfedern pr. Pfd. 1.20, 1.00 M., 60, 40, 32 Pfg.— Weiße Gänsefedern M. 3.50, 2.80, 2.25.— Feine Daunen M. 6.60, 4.50, 3.50, Unt Osian „ Solingen. J0 HETT. Kaiserstr. 167. Panorama international. Kaiserstraße 115, Ecke Südwal. Filiale aus der Passage Berlin. Diese Woche: Oberammergau, seine Umgebung und die Passionsspiele 1890. 1. Oberau. Hotel„Untermberg.“ 2. Die Kapelle und der Kirchhof. 3. Romantische Parthie am Bach. Oberammergau. 4. Gebirgsscenerie, Berg Kofel. 5. Panorama gegen Often. 6. Die Kirche. 7. Die Hauptstraße. 8. Die Kirche. Momentscene. 9. Häuserparthie. Verkehr. 10. Gasthof zum baprischen Löwen. 11. Antiquitäten Handl. Holzschnitzerei. 12. Vor dem Gastdof„Zur Schmiede.“ 13. Das Gemälde=Haus. 14. Restauration, Käse=Handlung. 15. Die Post und Hotel. 16. Verkehr. Weg zum Theater. 17. Verkehr in der Nähe des Theaters. 18. Das Passions=Theater. 19. Verkehr am Passions=Theater. 20. Verkehr an den Eingängen. 21. Eingang zum 4. und 5. Platz. 22. Das Kreuz. Ein Geschenk König Ludwig II. von Bayern. Die Passionsspiele. 23. Jesu Einzug in den Tempel. 24. Jesu Abschied von seiner Mutter. 25. Das heilige Abendmahl. 26. Christus am Oelberg. 27. Judas verräth Christus. 28. Petrus verleugnet Jesum. 29. Christus vor Kaiphas. 30. Christus wird verurtheilt. 31. Pilatus stellt Christus d. Volke vor. 32. Die Geißelung. 33. Die Dornenkrönung. 34. Die Kreuztragung. St. Veronika begegnet Christus. 35. Die Kreuzigung. 36. Kreuzigungsgruppe. Maria und Johannes. 37. Die Abnahme vom Kreuz. §§. Christus im Schooße seiner Mutter. Die Grablegung. 19 Die Auferstehung. :: Die Mittheilung der Auferstehung. 42. Christus und Johannes. segnet seine Jünger. 44. Die Himmelfahrt. Die Darsteller der Hauptrollen. 45. Christus: Josef Meyr. 16. Maria: Rosa Lang. 47. Johannes: Peter Rendl. 48. Petrus: Johannes Zwinck. Kaiphas: Bürgermeister Lang. Kloster Ettal bei Oberammergau. sunger Aulebgerhung entlaufen. Wiederbringer ### erhält Belohnung. Vor Aneur wird gewarnt. Karl Kuhn, Vockert. Ein properes Mädchen für besseres Haus zur Ausbülfe gesucht; dasselbe muß gut puzen können. Näh. i. d. Exp. EEin in Küche u. Hausarbeit erfahr. Dienstmädchen gesucht in kleinem Haushalt v. 2 Pers. Die Erp. sagt, von wem. Zurelässiger unger Mano 41s Kossenbete gesucht. Triesch Armetzer& Co. Pelele 9960 0 zeder hall; 8o Dirigent Herr Ernst Höhmann. 2 3 Derselbe gedenkt am Sonntag, den 13. März, im Vereinslokale„Zur Reichspost“ sein Nachmittags 5½ Uhr Winter-Fest zu feiern durch CONCERT unter gütiger Mitwirkung der wohllöblichen Männer=Gesang=Vereine: „Doppel= Quartett Einigkeit“=Solingen,„Sängerhain“=Meisenburg, „Meisenburger Männer=Gesang=Verein“, sowie der preisgekrönten Gesangs=Humoristen Herren Gebrüder Haag, Ohligs. Die Musik wird ausgeführt von der wohll. Solinger Stadtkapelle. Nach dem Concert: BALL Getränke nach Belieben. Karten im Vorverkauf 30 Pfg. sind zu haben im Vereinslokale „Zur Reichspost“ und bei den Mitgliedern.— Kassapreis 40 Pfz. NB. Zu diesem Feste laden wir unsere Herren Ehren= und passiven Mitglieder nebst ihren Damen nochmals freundlichst ein. Das Fest-Comité. Der Vorstand. Der Messerschleifer-Verein des Kreises Solingen feiert sein dies jähriges Stiftungsfest am Samstag, den 12. März er., Abends 8 Uhr im Lokale des Herrn F. W. Bungards, Grünewald, durch Fest-Essen, Concert u. Ball. Das Fest-Comité. Waffeldecken M. 5.25 bis herunter zu M. 1.25.— Betttüicher in enorm großer Auswahl 2.10, 1.75, 1.50, 1.25, 1.10 M., 90, 80, 65, 50 Pfz.— Fertige Barchend=Betten M. 12.00 bis herunter zu M. 3.50.— Feine wollene Schlafdecken in enorm großer Wahl in weiß, roth, gelb, grau oder braun.— Bettbarchend, Bettdrell, Bettzeuge, Bettdamaste, Bettkattune, Betttuch=Biber, BetttuchNessel, nur erprobt haltbare Qualitäten.— Langjährige Garantie.— Aeußerste Preise.— Versandt nach auswärts franko. Veipackung wird nicht berechnet.— Wiederverkäufern und BettwaarenHandlungen Ausnahmepreise. Gladbache. G. Horn. Kaiserstraße 67/69. SULANGLN, Kaiserstraße 64/69. 0 Vorläufige Anzeige. ensdbeue unug Höbscheid(Neuenhof). Derselbe feiert am Sonntag, den 20. März sein diesjähriges Stiftungsfest durch Concert und Dall, im Vereinslokale bei Herrn Fr. Wild. Troost, unter Mitwirkung befreundeter Gesangvereine. Der Vorstand. Schaufenster=Einrichtung von oode, gesenzrege sgeien. Circus G. Schumann sen. Solingen. Heute und täglich: Grosse vorstellung. Letzter Sonntag: 2 große Vorstellungen 4 Uhr Nachm., 8“ Uhr Abends.— Alles Nähere in dem Tageszettel. Donnerstag, den 17. März unwiderrußlich letzte Vorstellung. Grünewald. Sonntag, den 13. März 1898, Nachmittags 5 Uhr, im grossen Saale des Herrn F. W. Bungards: II. Stiftungs-Fest des Grünewalder Zither-Clubs, Solingen, unter freundl. Mitwirkung des Solinger Männer- Quartett, Herrn L. Pfeiffer, hier, des Salon-Humoristen Herrn Ernst Langenberg und des Zither-Vereins„Lyra“, Wald. Programm. 1. Theil: 1. Freicorps-Marsch v. C. Millöcker.(Musik.) 2. Grüsse von Nürnberg. Marsch v. Böck.(Chor: 32 Mann.) Zither-Verein„Lyra“-Wald und Fest-Verein. 3. Gründungsfestmarsch v. J. Bartl.(Fest-Verein.) 4. Schaut der Jäger in das Thal,„Tyrolerlied“, v. A. Bielfeld. Gesang-Vortrag d. Sol. M.-Quart. mit Zitherbegleitung v. F.-V. 5. Phantasie-Caprice über das Wiegenlied„Schlaf’ in süsser Ruh, thu die Aeuglein zu“ v. Taubert-Wieniawsky. Violin-SoloVortrag Herr L. Pfeiffer hier. 6. Waldandacht v. Placidus Lange.(Zither-V.„Lyra“, Wald.) 7. Salon-Humorist Herr E. Langenberg, hier. 8. Vor des Liebehens kleinem Fenster v. F. Leu. Sol. M.-Quart. 2. Thell: 9. Lustspiel-Ouverture v. Keler-Bela.(Musik.) 10. Turteltäubchen, Gavotte v. Fel. Lohr.(Chor: 32 Mann.) Zither-Verein„Lyra“, Wald und Fest-Verein. 11. Salon-Humorist Herr E. Langenberg. 12. Unter Schutz und Schirm v. Kinigl.(Zitherverein„Lyra“, Wald) 13. 0, Dirndle tief drunt’ im Thal v. A Bielfeld. Gesang-Vortrag Sol. M.-Quart. m. Zitherbegleitung vom F.-V. 14. Auf Flügeln der Liebe. Walzer v. Böck.(Fest-V.) 15. Der Auswanderer v. Korn. Sol. M.-Quart. 16. Theater-Aufführung:„1000 Mark Belohnung:“ Hierauf: D ALE. Karten im Vorverkauf 50 Pfg., Kassapreis 60 Pfg., Ball frei. Hierzu ladet freundlichst ein Grünewalder Zitherklub, Solingen. Die verehrl. passiven Mitglieder sind hiermit freundl. eingeladen. Grünewalder Hof. Von heute ab: Bockbier im Stich. PA-A seisiges Mädchen Vent eetoh, Garterstraße 1. In kinderlosem Haushalt tüchtiges Hädchen auf ganze Tage ge1 Küchenschrank se zut vienen, so gut wie neu, billig zu verkaufen. Näh. Kaiserstr. 225. Ein braves fleißiges Dienstmadchen 15. Mar ##uchen auf ganze Tage ge.) Dienstmädchen sucht. Frau Huge Winkols, Kronenstr. 9. ges. Frau Benj. Kaufmann, Goldstr. 5. Morgen Abend nach dem Turnen: Empfang der Beiträze und Ausgabe der Einführkarten für das Gesellschafts=Fest. Der Vorstand. ## Schlessverein Deutsche Kameradschaft, III. Hästen. Sonntag, den 13. März, Nachm. 6 Uhr: Generol=Versammlung. Tages= Orknung: Besprechung über Preisschießen und Verschiedenes. Der Empsang der Weiträge für die Sterbekasse findet von 4 bis 6 Uhr statt. Der Vorstand. Meigener Lesegesellschaft. Sonntag, den 13. März, Abds. 7½ Uhr: Ballotage, darnach ordeatliche Gegeral-Versammluog. Tages=Ordnung: 1) Rechnungsablage. 2) Wadl eines zweiten Kassirers. 3) Wabl einer Bücherkommission. 4) Vortragsabende. 5) Verschiedenes. Der Vorsand. Frische Bier! à 6, 7 und 8 Pfg. 25 Stück 150, 160 und 175 Gia. Die Waare ist garantirt frisch und wodlschmekend. Z. Oppenheimer, Alienmartt 43. Ein Tienstmädchen für #ut Arbei lokort getucht. Höhscheid, Neuenhoferstraße 26. Seime schönes Rindfleisch, alle Stücke per Psd. 50 Pig., empfiehlt Carl Kuhn, in der Markthalle. Ein Mädchen für Nachmittags gesucht. Foche b. Solingen, Nr. 1. Frau Postverwalter Prand. Ein herrschaftliches Wohnhaus mit Nebengebäude, alles der Neuzeit entsprechend gebaut, sowie mit oder ohne Bauterrain, ist zu verkaufen. Offerten unter Z. 4 an die Exp. erb. Mädchen B#gung gegen hoden Lohn gesucht. Näheres in der Expedition. empfiehlt in: Neuer großer Auswahl, Neuen billigen Preisen und Coulanten Bedingungen. Rich. Goldstraße 10. Agenten gegen hohe Provision gesucht. Reichstag. Berlin, 10. März. Der Reichstag nahm in 3. Berathung den Gesetzentwurf über die freiwillige Gerichtsbarkeit mit einer von Sozialdemokraten beantragten Bestimmung an, wonach zur Beurkundung ein Dolmetscher hinzugezogen werden muß, wenn ein Betheiligter erklärt, der deutschen Sprache nicht mächtig zu sein. Nach dem bestehenden Gesetz steht die Entscheidung darüber dem Richter zu. Justizminister Schönstedt hatte sich unter Hinweis auf die Verhältnisse in den polnischen Landestheilen entschieden gegen den Antrag ausgesprochen und erklärt, daß durch die Annahme desselben das Gesetz gefährdet und zugleich das Inkrafttreten des bürgerlichen Gesetzbuches im Jahre 1900 in Frage gestellt würde. Für den sozialdemokratischen Antrag stimmten Sozialdemokraten, Polen, freisinnige= und süddeutsche Volkspartei und das Zentrum mit wenig Ausnahmen. Weitere Anträge der Sozialdemokraten betr. Aufhebung des Verbindungsverbots, Zuziehung von Laien zum Vormundschaftegericht u. s. w. wurden abgelehnt. Dann wurde die 2. Berathung der Postdampfer=Vorlage bezennen. Abg. Graf zu Inn= und Knyphausen(kons.), Frese(fes. Vg.), Jebsen und Dr. Hasse(natlib.) sprachen für, A.. Molkenbuhr(Soz.) gegen die Vorlage, worauf die Weiterberathung auf morgen vertagt wurde, außerdem stehen Entschädigung unschuldig Verurtheilter und Marine=Etat auf der Tagesordung. Landtag. Abgeordnetenhaus. Berlin, 10. März. Das Haus nahm die Hochwasserschäden=Vorlage in 3. Lesung endgültig an. Im Interesse Zustandekommens des Gesetzes wurde der in 2. Lesung aufgenommene Zusatz wieder gestrichen, wonach der zur Verfügung gestellte Betrag von 5 Millionen im Bedürfnißfalle bis zu 10 Millionen erhöbt werden kann. Dafür wurde eine Resolution anzenommen, in welcher die Regierung aufgefordert wird, den über den Betrag von 5 Millionen Mk. nottwendig werdenden Bedarf aus bereitstehenden Staatemitteln ohne Verzug zu entnehmen. Ebenso in der 3. Lesung und endgültig wurde dann die Novelle zum Ansiedelungsgesetz bezw. Erneuerung des 100 Millionen=Fonds für deutsche Ansiedelungszwecke in Posen und Westpreußen angenommen und zwar unter Ablehnung eines Antrages, wonach das Gesetz als Verfassungsänderung anzusehen und demnach nach 21 Tagen nochmals darüber abzustimmen sei. Schließlich wurde die Berathung des Kultus=Etats fortgesetzt und das Kapitel Prüfungekommission erledigt, wobei von den Abgg. Dautzenberg(Zentr.) und Schall(kons.) das Oberlehrerinnen=Eramen für überflüssig erklätt wurde. Regierungsseitig wurde erklärt, daß auf Grund der praktischen Erfahrungen der Unterrichtsverwaltung den Lehrerinnen die Zulassung zum Eramen nicht versagt werden könne. Morgen: Weiterberathung. Zeutsches neich. Die„Post“ erklärt die Schlußfolgerungen für falsch, beider Parteien, die in zemeinsamer Mittheilung Ausdruck fand. Darnach find die Sprachenverordnungen des Barons Gautsch für die Deutschen unannehmbar, nach wie vor ist mit allen Mitteln auf deren Aufhebung und auf die gesetzliche Regelung der Sprachenfrage hinzuarbeiten. Dem Ministerium Thun ist mit größtem Mißtrauen und äußerster Vorsicht zu begegnen, woran es auch nichts ändert, daß ein Mitglied des deutschen Großgrundbesitzes in das Kabinet eingetreten ist. Frankreich. Paris, 10. März. Das Zuchtpolizeigericht hat sich in der Angelegenheit des Verleumdungsprozesses der Schreibsachverständigen gegen Zola für zuständig erklärt und die Verhandung um 14 Tage vertagt.— Zola hat gegen die Entscheidung des Zuchtpolizeigerichts betr. die Zuständigkeitserklärung Berufung eingelegt. Großbritannien. London, 10. März. Gerüchtweise verlautet, die Admiralität habe dem Oberbefehlshaber der englischen scheid=Solingen über die einschlägigen hiesigen Verhältnisse irrige Ansichten sich geltend gemacht haben, denn nur so ist es erklärlich, daß Remscheid gegenüber Solingen, trotz der schweren pekuniären Opfer für die so stiefmütterlich behandelt wurde. Es wird hierüber— und wohl mit Recht— innerhalb unserer Geschäftswelt bitter geklagt. Beispielsweise können Personen, welche ein Konzert oder eine andere Veranstaltung in Solingen oder Düsseldorf besuchen, mit dem Zuge 11,05 Uhr Nachts ab Düsseldorf, oder 12,11 Uhr Nachts ab Solingen nach Remscheid zurückkehren. Dazegen müssen Personen aus Solingen und andern Orten dieser Linie, welche sich hier aufgehalten haben, bereits um 9,55 Uhr Abends wieder wezfahren, wenn sie nicht hier übernachten wollen. Vielleicht ist die Eisenbahndirektion Elberfeld geneigt, zunächst einen um 12 Uhr Nachts hier abgehenden Lokalzug Remscheid=Solingen einzulegen, um wenigstens in etwa einen Ausgleich herbeizuführen. Die günstige Fahrgelegenheit spät Nachts von auswärts hierher fügt den hiesigen Geschäftsleuten, in erster Linie den Wirthen und Flotte in den chinefischen Gewässern den Beschl ertheilt, Veranstaltern von Konzerteng ig.„ greßen.„Schofgeg. die von den Blättern an die Einladung des Grafen Herdert Bismarck zur kaiserlichen Tafel geknüpft wurden. Nach den Erkundigungen des Blattes steht kein Personalwechsel auf dem Petersburzer oder Pariser Botschafterposten bevor. Die wissenschaftliche Korrespondenz kündigt neuerdings den Rücktritt des Kultusministers an, der zum Präsidenten der Oberrechnungskammer ausersehen sei. Die Meldung wird von der„Elbf. Ztg.“ als verfrüht bezeichnet, da vor Schluß des Landtags und vor den Neuwahlen keinerlei Veränderung im Kabinet bevorstehe. Die„Freis. Ztg.“ will unbedingt zuverlässig erfahren haben, daß die Wahlen zum Reichstage in der Zeit zwischen dem 15. Juni und 1. Juli, die Wahlen zum Abgeordnetenhause erst im Herbst stattfinden sollen. Die Nachricht klingt nicht unwahrscheinlich. Im Reichstage erörterte man die Möglichkeit des Schlusses der Session vor Ostern, in welchem Falle die Wahlen wohl schon im Mai oder Anfang Juni stattfinden könnten. Nach den Erklärungen, welche der Kultusminister Bosse im preußischen Landtage abgegeben hat, ist die Entscheidung über die Trennung der Medizinal=Abtheilung vom Kultusministerium noch nicht entschieden. Man wird wohl nicht fehlgehen wenn man annimmt, daß der Gedanke, ein eigenes Medizinal=Ministerium zu bilden, keine Aussicht auf Verwirklichung hat. Wie die K. Ztg. hört, hat der Abg Dr. Lieber in Sachen der Flottenfrage in der Zentrumefraktion bereits die Mehrzahl für sich gewonnen. Ob indeß vor Ostern die Entscheidung fallen wird, erscheint zweifelhaft. Der Abgeordnete Liebknecht, der gegenwärtig im Charlottenburger Gefängniß die ihm zuerkannte Strafe abbüßt, soll dort an seinen Memoiren schreiben. In Münster hat der westfälische Provinziallandtag die Uebernahme der Garantieverpflichtung zum Mittellandkanal dezw. der Kanalverbindung zwischen Rhein, Weser und Elbe beschlossen. Der Minister des Innern verordnete, daß bei der 50. Wiederkehr des 18. März jedwede Demonstration in Berlin verhindert werde. Auch die Nieder= legung von Kränzen auf dem Friedhof der Märzgefallenen wird verboten. Endlich sollen die Versammlungen im Friedrichshain polizeilich streng überwacht werden. Die Erhebungen über die Beschäftigung von Kindern in gewerblichen Betrieben werden mit den Berichten der zuständigen amtlichen Organe jetzt den Ministerialinstanzen zugehen und hier zunächst übersichtlich bearbeitet werden. Alsdann wird durch das Reichsamt des Innern der Kommission für Arbeiterstatistik eine Vorlage zur Begutachtung der Frage zugehen. Ende 1896 waren bei den 58 deutschen Lebensversicherungsgesellschaften nahezu 6½ Milliarden M. versichert, von denen 5,1 Milliarden der Lebensversicherung auf den Todesfall im engeren Sinne, fast 439½ Millionen der Lebensversicherung auf den Erlebenefall im engeren Sinne oder der Aussteuerversicherung, 279 Millionen der Militärdienstversicherung, 231 Millionen der Volks= und Arbeiter=, und 122¾ Mill. der Sterbekassenversicherung zufielen. Dazu kam noch die Rentenversicherung bei denselben Lebensversicherungs. gesellschaften mit versicherten Jahresrenten in Höhe von fast 14 Millionen M. Wie die„Times' aus Peking meldet, erhielt außer den Eisenbahnen von Kiaotschau nach Tsinanfu und von Kiaotschau nach Ichanfu Deutschland durch den am 6. März mit China unterzeichneten Vertrag die Konzession zum Bau der Eisenbahn von Tsinanfu nach Ichanfu. Deutschland verpflichtet sich, wenn gewisse Einzelheiten erledigt seien, seine Truppen von Tsimo nach Kiaotschau innerhalb des gepachteten Gebietes zurückzuziehen. Ausland. Oesterreich=Ungarn. Wien, 10. März. Die Besprechung der Vorstände der deutschen Fortschrittspartei und der deutschen Volkspartei ergab eine vollständige Einigkeit der Anschauungen einen chinesischen Hafen zu besetzen als Antwort auf die von Rußland gestellten Ansprüche. — 10. März. Die„Times schreibt, niemals seit dem Krimkriege, selbst nicht zu der Zeit, als im Jahre 1896 das fliegende Geschwader gebildet wurde, sei das englische Volk weniger gewillt gewesen, von irgend einer Seite ausgehende Verletzungen seiner guten Rechte ruhig zu dulden; wenn es Pflicht des englischen Volkes werden sollte, seine Rechte zu vertheidigen, so werde es sich nicht davon abhalten lassen. Bombay, 10. März. Im hiesigen Einzeborenen: Viertel kam es in Folze Auflehnung gegen die anläßlich der Pest getroffenen gesundheitlichen Maßnahmen zu Unruhen. Die Lage wird für ernst gehalten. Kavallerie ist von Poonah herbeigerufen worden, um sich an dem Patrouillendienst in den Straßen zu betheiligen. Auch Freiwillige wurden dazu aufzerufen. Die Stadt ist nur in den Händen des Militärs. 3 englische Soldaten wurden getödtet. Die Menge versuchte, die Hospitäler in Brand zu stecken, wurde aber auseinandergetrieben. Die Verluste der Aufrührer sind noch nicht bekannt. Wie man weiter hört, machte die Menge einen Angriff auf das Hospital und setzte es in Brand. Die Beamten des Hospitals wurden schwer mißhandelt. Ein europäischer Aufseher wurde zu Tode gesteinigt. 7 Aufrührer wurden erschossen. Spanien. Madrid, 10. März. Der Ministerrath verhandelte gestern über den Stand der Beziehungen Spaniens zu den Vereinigten Staaten. Es wurde hervorgehoben, daß dieselben keinen Augenblick aufgehört hätten, einen freundschaftlichen Charakter zu tragen trotz der pessimistischen Nachrichten mehrerer Blätter.— Der Ministerrath bewilligte der Kabelkompagnie einen Kredit von 4000 Pfund Sterling, damit das Kabel nach den Philippinen gelegt werde. Rußland. Petersburg, 10. Mäz. Der Kaiser hat an den Finanzminister Witte ein anerkennendes Handschreiben dafür übersandt, daß durch einen Ueberschuß von 200 Millionen Rubel, wovon 106 Millionen für außerordentliche Ausgaben zu verwenden sind, 90 Millionen Rubel zur Verstärkung der Flotte verfügbar werden. Türkei. Konstantinopel, 10. März. Kaiser Wilhelm trifft im November in Jerusalem ein und stattet auf der Rückreise dem Sultan einen Besuch ab. Der Sultan überwacht persönlich die Ausführung der zum Empfang getroffenen Vorbereitungen. Vereinigte Staaten. New=York, 10. März. Die Marine=Verwaltung trifft bereits Maßnahmen zur Bildung eines fliegenden Geschwaders. Dasselbe soll aus den schnellsten Schiffen bestehen, die in der Lage sind, Kohlen für 3 Monate an Bord zu nehmen. Japan. Tokio, 9. März. Die japanische Besatzung in Weihaiwei wird von 3000 auf 6000 Mann gebracht, obwohl China im Mai pünktlich die Kriegsentschädigungsrate zahlen will. Auch soll die Hälfte der nächsten Jahreseinnahmen Japans für Militär und Marine verwendet werden. China. Peking, 10. März. Der russische Gesandte setzte der chinesischen Regierung eine Frist, in welcher sie sich endgültig erklären sollte zu Rußlands Forderung bezüglich Port Arthur. Diese Frist läuft morgen ab. — 10. März. Der japanische Gesandte hat dem Auswärtigen Amt in einer Unterredung den Rath ertheilt, die auf Port Arthur und Talienwan bezüglichen Forderungen Rußlands abzulehnen und gedroht, Japan werde, wenn Rußlands Forderungen bewilligt würden, sich zu einem energischen Vorgehen veranlaßt sehen. Korea. Söul, 10. März. Der russische Gesandte hat sich beim Könige über die unfreundliche Haltung beschwert, die von den in amtlichen Stellen befindlichen Koreanern gegenüber dem russischen Finanzbeirathe Alexejew und den russischen Militätinstrukteure. beobachtet wird, und innerhalb 24 Stunden dessen Antwort darüber verlangt, ob er deren Dienste zu behalten wünsche. Der König hat sich darauf an den englischen und den amerikanischen Gesandten um Rath gewandt. Würde zu dem angegebenen Zeitpulllt eine jedenfalle auch für den Geldbeutel des Fiskus nicht nachtheilige Fahrgelegenheit von Remscheid nach Solingen geschaffen werden, dann wäre ein gesunder Wechselverkehr zwischen Remscheid und Solingen zu erwarten, der beiden Gemeinwesen in wirthschaftlicher und gesellschaftlicher Beziehung zum Vortheil gereichen würde.“— Wir können uns nur der Ansicht anschließen, daß als letzter Zug 9,55 ab Remscheid abfahrende viel zu früh liegt und daß ein späterer Zug auch hier in Solingen sich Freunde erwerben würde. Besonders bei größeren Konzerten haben hiesige Musikfreunde es schon unangenehm empfunden, keine passendere Fahrgelegenheit zu haben. — Am Mittwoch den 23. d. M. findet im Münsterschen Lokale hierselbst eine Haupt=Versammlung des hiesigen Haus= und Grundbesitzer=Vereins statt. Im Anschluß an diese Versammlung wird Herr Rechtsanwalt Hünerbein aus Elberfeld einen Vortrag halten. §— Gestern Abend hielt der Verein Kredit=Reform im„Waffenschmied“ seine Hauptversammlung ab. Nach Erstattung des Jahresberichts verlas der Geschäftsführer, Herr Stock, den Bericht über den Verbandstag in Leipzig; es knüpfte sich hieran eine kurze Diskussion, in welcher Herr Stock über verschiedene vom Verbandstage beschlossene Angelegenheiten Aufklärung gab. In den Vorstand wurden für den verstorbenen Herrn Walter Beckmann Herr F. Lemaire, hierselbst, und für Herrn Dorp, Wald, welcher von seinem Amt entbunden zu sein wünschte, Herr Emil Voßen, Wald, gewählt, 5 andere ausscheidende Herren wurden wiedergewählt. In einem Schlußvortrag des Geschäftsführers: Ueber Indiskretion und deren Folgen betonte Redner, daß noch vielfach mit der schwarzen Liste Mißbrauch getrieben würde, indem von dem Inhalt derselben dem Verein fernstehenden Personen Mittheilung gemacht würde; ein solches Verfahren treffe in erster Linie den Geschäfteführer, für den dasselbe unheilvolle Konsequenzen nach sich ziehen könne. Das Mitglied mache sich aber durch solchen Vertrauensbruch nach einer kürzlich erfolgten Reichsgerichtsentscheidung strafbar; in letzterem Falle habe das betriffende Mitglied sämmtliche Kosten des entstandenen Prozesses, den der Geschäftsführer gehabt, tragen müssen. Auch die Auskunftsertheilung leide unter solcher Indiskretion; deshalb müßten hinsichtlich der schwarzen Liste die Worte beherzigt werden: Diekretion ist Ehrensache. — Nach dem Bericht des Vereins Solingen vom Verband der Vereine Kreditreform über das Geschäftsjahr 1897 hat in der Weiterentwickelung auch das Jahr 1897 einen wesentlichen Fortschritt auf allen Gebieten seines Wirkens zu verzeichnen. Durch Tod bezügl. andauernde Krankheit hat der Vorstand den Verlust zweier treuer Mitglieder zu beklagen. Zum Verbandstage in Leipzig wurde der Geschäftsführer entsandt. Während der Verein Ende Dezember 1897 eine Mitgliederzahl von 569 hatte, sind im Laufe des Jahres per 1. Januar beigetreten 38, so daß die Gesammtzahl der Mitglieder heute 607 beträgt. An schriftlichen und telegraphischen Auskünften wurden 5338 ertheilt. Die Zahl der mündlich— also unentgeltlich— ertheilten Auskünfte betrug mindestens 10000. Die Mitglieder entnahmen dem Bureau 292 Lezitimations=Karten. Im Berichtsjahr hat sich namentlich in Bezug auf Beschaffung von Agenten ein lebhafter Verkehr entwickelt. Der hiesige Verein war in der Lage, 26 Mitgliedern Agenten fest anzustellen. Die Nachfrage nach solchen für's Ausland war besonders stark. Auch wurde die Vermittelung des Vereinsbüreaus bei Anstellungen von Komptoir= und Reisepersonal in wiederholten Fällen zur Zufriedenheit der Mitglieder in Anspruch genommen.— Die den Mitgliedern zur Verfügung stehenden Adreßbücher von Leuchs 2c. wurden vielfach benutzt. Im provisionsfreien Mahnverfahren wurden aufgegeben: 1144 Posten über Mk. 74529,33 als unbestellbar2c. sind abzuschreiben.. 145„„„ 8379,09 so daß behandelt wer999 Posten über Mk. 66132,24 262„„„ 11040,61 Stadt= und Landkreis Solingen Solingen, 11. März. *— In den letzten Nummern des„Remsch. Gen.= Anz.“ wurde von mehreren Einsendern darüber Klage geführt, daß Güldenwerth, Reinshagen 2c. von Seiten des Eisenbahnfiskus sehr stiefmütterlich behandelt würden. Von einem derselben wurde hierbei erklärt, daß die Eisenbahnverwaltung angesichts der bei weitem günstigeren Bahnverhältnisse in Solingen(!) mit zweierlei Maß messen würde. Hierzu schreibt man dem„G.=A.“. „Wir möchten dagegen annehmen, daß eine vollständige Verkennung der hiesigen Verhältnisse seitens der Eisenbahnverwaltung bei ihren Maßnahmen vorgelegen hat. Denn wir können nicht gut glauben, daß eine absichtliche Bevorzugung Solingens gegenüber Remscheid seitens des Fiskus erfolgt ist. Eine solche parteiische Rücksichtnahme, etwa um der blauen Augen der hübschen Solingerinnen willen(wir danken im Namen unserer Leserinnen dem galanten Remscheider für das Kompliment. D. R.) greift bei unserem nach finanz=technischen und allgemein volkswirthschaftlichen Prinzipien geleiteten Eisenbahnwesen wohl in keinem Falle Platz. Bekanntlich ist die Königl. Preuß. Staatseisenbahn zu einer HauptStaatseinnahmequelle erhoben worden, und bei der Leitung eines Instituts, welches in erster Linie Gewinn abwerfen soll, müssen immer andere Gesichtspunkte Beachtung finden, als bei einer Einrichtung, welche in erster Linie der Landeswohlfahrt dienen soll. Es müssen also nothgedrungen auch bei der Aufstellung des Fahrplanes Remden konnten hiervon waren unanbringlich... durch Zahlung od. Vergleich wurden also erledigt.... 737 Posten über Mk. 55091,63 oder 73 Proz. der Posten und 83 Proz. der Beträge. Das Resultat ist wohl als ein sehr günstiges zu bezeichnen. — Der Messerschleifer=Verein des Kreises Solingen feiert morgen, Samstag, im Lokale des Herrn F. W. Bungards sein diesjähriges Stiftungsfest. □— Die gestrige Vorstellung des Zirkus Schumann war wieder gut besetzt, das Programm bestand wie immer aus vorzüglichen Nummern. Es kann nicht genug erwähnt werden, eine wie vortreffliche Dressur Herrn Schumann eigen ist, dem auch gestern Abend wieder reicher Beifall gezollt wurde. Das Spring=Entree aller Clowns wurde mit stürmischem Applaus aufgenommen. Bewundernswerth waren die Leistungen von Miß Margarethe Powell, welche sich mit vollendeter Grazie auf ungesatteltem Pfeide produzirte. Die beiden Luftgymnastikerinnen Geschwister Guiléos legten eine Gewandtheit und Sicherheit an den Tag, wie sie bei Damen wohl selten zu finden ist. Ebenso verdient auch das Auftreten des Jokey Mr. Powell besonders hervorgehoben zu werden. Es ist somit Thatsache, daß im Zirkus Schumann nur Künstler 1. Ranzes zu finden sind. Da der Zirkus nur noch bis zum 17. dse. hier bleibt, so wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß, wer sich einen genußreichen Abend verschaffen will, die Vorstellungen bis dahin noch besuchen muß. — Die Pöttsud=Pumpe ist heute Vormittag polizeilicherseits geschlossen worden; das Wasser ist anscheinend stark verunreinigt. — Die Krahenhöher Schießgesellschaft gedenkt ihr diesjähriges Winterfest am Sonntag, den 20. März, im Lokale des Herrn Reinh. Heumann zu feiern. — Von Gottlieb Hammesfahr, Solingen=Foche, wurde ein Patent auf ein Verfahren zum Anlassen gehärteter Stahlgegenstände angemeldet. — Eine Schlägerei, bei der das Meiser gbraug, wurde, entstand gestern Abend auf der Kölnerstraße: u. Namen der Kampfbähne wurden polizeilich festzesten. — Die sämmtlichen Ausführungsarbeiten einschließ. lich Materiallieferung für die anzulegende städtisc, Quellwasserleitung in Burg a. d. W. sollen. einen leistungsfähigen Unternehmer vergeben werden. D., Objekt der Unternehmung beträgt etwa 40000 Mr. g; Verdingungs Unterlagen und Zeichnungen liegen bei Herm Bürgermeister Höhfeld in Burg zur Einsicht aus g. gebote werden bis zum 25. d. M. erbeten. An— In der gestrigen Stadtverordneten= Sitzung Cronenberg wurde der Abschluß eines Vertrages Bergischen Elektrizitätswerk genehmizt. Infolgedessen wirz auch Kohlfurterbrücke elektrische Kraft und eie trische Beleuchtung erhalten. Für Kohlfurterbrücke sin als Straßenbeleuchtung 3 Bozenlampen gegen jährlich, Bezahlung von je 70 M. für die Lieferung des elektrischen Lichtes vorgesehen. Die Anlage soll in 8 Monaten vollendet sein. Daß man es in Kohlfurterbrücke wisl. kommen heißen würde, wenn die Stadt Solingen di, gleiche Art der Beleuchtung für das rechte Wupperufe übernähme, bedarf wohl keiner besondern Erwähnung — In Kohlfurt wurde vor einigen Tazen ein Bettler aufzegriffen, der den Kopf verbunden datte und angab, er sei Zimmermann und habe in Düsseldorf einen Sturz von der Schiffebrücke erlitten. Seine Aus. sagen waren jedoch so verworren, daß man ihm keinen Glauben schenken konnte. Der Mann wurde heute nach Elberfeld transportirt.— Am verflossenen SamstaAbend begab sich der Winkeleisenschmied I. von der Gelpke auf den Heimweg zu seiner Wohnung am Käshammer. Er erreichte dieselbe jedoch nicht. Leute fanden den laut Stöhnenden mit zweimal gebrochenen Schienbein hinter einer Scheune liegen. Der Mann giebt an, daß er überfallen und mit einem scharfen Gegenstand so zugerichtet worden sei.(Cr. Ztz.) — Eine Sammlung von Andenken und Erinnerungen an den Krieg von 1870 71 hat der Bergische Geschichts. verein beschlossen, um die Gegenstände in einem Museum zu vereinigen und dadurch eine Erinnerung an die Groß, thaten der Jahre 1870 71 im Volke wach zu erhalten. Jetzt tritt die Kommission des genannten Vereins mit einem Aufruf hervor, in dem es heißt:„Einzelne, theils werthvolle Waffenstücke sind mit opferwilliger Freude für diesen edlen, volksthümlichen Zweck überwiesen worden. Aber in immer weitere Kreise von Nah und Fern muß der heilige Eifer für dieses schöne Werk getragen werden. Jeder muß das Seinige zum Gelingen beitragen. Manches Stück, oft klein und unbeachtet, liegt eingestaubt, ver: rostet in einem Winkel. Alles, was Bezug hat auf den ruhmreichen Krieg von 1870 71, ist willkommen. Ebrauchen nicht immer werthvolle Waffenstücke zu sein. Feldpostkarten und Feldpostbriefe, Todtenmarken, Granatensplitter 2c. sind wichtig und werth, gesammelt zu werden. Eins kommt zum andern, und aus kleinen Steinen lißt sich ein großes, schönes Haus bauen. Denke darum niemand zu bescheiden von deat, was er etwa beisteuern könnte. Die Nachkommen werden es ihm danken. Auelagen für Verpackung und Zusendung werden erstattet. Alle Sendungen und Anfragen sind an die Herren: Albert Braselmann, Beyenburg, Karl Clément, Paul Kögel, Emil Krumbiegel, Dr. phil. August Nebe, Otte Schell, F. Ludwig Schneider, Gustav Schults und Reinhard Wülfing, Elberfeld, sowie Wilhelm Werth, Barmen, zu richten. — Die Anerkennung polizeilicher Befugnisse für die Führer der freiwilligen Feuerwehren hatte der Ausschuß des Feuerwehr=Verbandes der Rheinprovinz bei dem Oberpräsidenten beantragt. Darauf ist laut dem„Feuerwehrmann“, dem in Barmen herausgegebenen Verbandsorgan mehrerer Feuerwehrverbände, eine Antwort ergangen, die den Wünschen der Wehren leider nicht ganz nachkommt, aber doch sich dem Kem der Sache wohlwollend gegenüberstellt. * Höhscheid, 11. März. Der Höhscheider Krieger=Verein hat vor andern Vereinen dieser Au voraus, daß von Zeit zu Zeit Vorträge in ihm gehalten werden, die geeignet sind, das Interesse der Mitzliede: an dem Vereinszweck zu fördern und zu befestigen. Auf den für nächsten Sonntag zugesagten Vortrag des Hernn Pfarrer Becker über den„Großen Kurfürsten" machen wir mit dem Bemerken aufmerksam, daß auch Nichtmitglieder Zutritt haben. ∆ Ohligs=Merscheid, 10. März. Am vorizen Sonntag wurde in Merscheid im Lokale des Herrn Stader ein vom Merscheider evangelischen Schulveren veranstaltetes Fest gefeiert, das sich mit Recht eines zu außerordentlichen Beifalls erfreute und allen Theilnehme.“ in bester Erinnerung bleiben wird. Es war ein her# erquickender Genuß, die Aufführungen der Kinder# sehen und ihre wohlgeschulten Stimmen zu hören. gleicher ja vielleicht noch höherer Genuß steht denen kvor, welche das für Sonntag, den 3. April Merscheider Kirchbauverein zum Besten einer in Metscheid zu erbauenden Kirche geplante Konzert in Lokale des Herrn H. Stader besuchen werden, auf weiches wir schon jetzt aufmerksam machen. Bei diesen Konzerte wird wiederum der Merscheider Kinderchor der gewandten Leitung des Herrn Rektors Pick sein. Ferner haben ihre gütige Mitwirkung zugesagt: Frau Dr. Orthmann=Ohligs(Klavier), die Solosänzenn Frl. Joh. Bruchhaus=Barmen(Sopran), die Herren* Pfeiffer(Violine), A. Schubeus(Cello)=Solingen, Hll Hauptlehrer Schäfer=Wald(Klavier und Harmonium), der Solinger Kirchenchor(Herr Musikdirektor Hoffmann), Namen, die beste Leistungen verbürgen. Riemand lost sich den Besuch dieses Konzertes entgehen, zumal lert Theilnehmer eine hochwichtige Sache fördert. Um den Besuch zu ermöglichen, ist der Preis für Eintal karten im Vorverkauf auf 50 Pfg. festgesetzt(an““ Kasse 75 Pfg.). Karten sind zu haben bei den Sammte des Vereins, sowie in den Restaurants Witte und in Ohligs, Busch und Jäger in Wald, im rothen# in Weyer, im deutschen Haus, bayerischen He#, Vereinshaus und auf dem evangelischen Gemein Stoval, in Selingrn. Gerichts=Verhandlungen. Sitzung des Schöffengerichts. :“ Solingen, 11. März. Vorsitzender Herz,;schezg nn Arimond, Schöffen Herr Ernst Dirlam von V##.,#####. Herr Otto Schmidt von hier, Amtsanwalt Her##ni sekretär Hermes, Gerichtsschreiber Herr Aktuar Gegen einen wegen Bettelns angeklagten„oh'gaßtree Schmiedegesellen erkannte das Gericht auf###, verdäßte von 1 Woche, auf welche die seit dem 4. d. Jese####Vorhaft angerechnet werden soll.— Ein besitzer hatte sich wegen Uebertretung der Bestimmz#n über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe zu der 5 Mark Geldstrafe wurden für den einen erwiesenen,““ als ausreichende Strafe dem Beschuldigten##e zue Ein 30 Jahre alter Schleifergeselle, ein 19 S“ Heizer und ein 20 Jahre alter Tagelöhner## sollen am 7. Dezember v. J. gemeinschaftlich v, gusean gefährlicher Werkzeuge(Stock und dergl.) gagenmuft vorsätzlich körperlich mißhandelt haben. sserei gewesch. ist die Veranlassung zu der fraglichen Schl“, na#me a Nach dem Ergebniß der heutigen Beweisau schienen alle drei Angeklagte mehr oder mint Pidhen und iein Mann, den zwei zu je 1 Woche und der Andere, weil und göxpenverletzung bestraft, zu 2 Wochen Geschen V##urheilt.— Unterschlagung eines Regenschirmes füngn) 30 Jahre alten Schleifer von Wald zur Last Bök: gach der heutigen Verhandlung konnte die Anklage Eich begründet erachtet werden und wurde der Mann (Schluß folgt.) Theater. Das Nachtlager in Granada. Zehn Mann. Sonntag:(Vorm.) WohlKätigkeirs=Matinee. Das Schwert des Damotles. Konzert. (abends) Die Hugenotten. Montag: König Lear. Hofgunst Mittwoch: Othello. Donnerstag: Margarethe. Freitag: Tristan und Isolde. Samstag: Wohlthätige Frauen. Sonntag:(Nachm.) 3,fl.(Oper).(Abends) Die Ehre. Montag: Die Räuber. Anzeiger Evangelische Gemeinde Solingen. Conntag, den 13. März. Vorm. 10 Uhr: Pastor Becker. 11½ Uhr: Kindergottesdienst. Nachm. 2½ Uhr: Katechetischer Gottesdienst: Pastor Tetzlaff. Nachm. 3½ Uhr: Taufen: Pastor Nachm. 3 Uhr: Bibelstunde in der Schule zu Meigen: Pastor Müller. Nachm. 6 Uhr: Pastor Tersteegen. Donnerstag, den 17. März, Nachm. 6 Uhr: Passionsgottesdienst: Pastor Beerdigungen sind anzumelden bei Pastor Becker und auf dem Gemeindeamt, Südwall 9. Es wird darauf hingewiesen, daß bei Taufen in der Kirche außer dem sandisamtlichen Buche ausgefüllte Tauffermulare vorzulegen sind, welch letztere bei den Pferrern, dem Küster und auf dem Gemeinde=Amt Südwall 9, zu erhalten sind. Amtsbezirk Krahenhöhe. Vorm. 10 Uhr: Gottesdienst: Superintendent Dransfeld. Ev. Arbeiter-Verein. Sonntag, den 13. März, Abends 6 Uhr: Versammlung: Vortrag von Pfr. Müller:„Die deutsche Flotte und das deutsche Volk.“ Es ladet freundlichst ein Der Vorstand. Ev. Vereinshaus. Sonntag Nachmittag ½2 Uhr: Sonntagsschule. 4 Uhr Nachm.: Bibelstunde. 6¼ Uhr: Jungfrauen= Verein: Gesangstunde. Neueste Nachrichten und Telegramme. Rom, 10. März. Während des Empfanges der merikanischen Pilger beim Papst äußerte der führende Priester der Pilger, es sei vielleicht von großem Segen, wenn der Vatikan in die cubanische Frage vermittelnd eingreife. Der Papst antwortete, sein Eingreifen sei unmöglich, denn die Souveränität Spaniens über Cuba sei nicht zu bestreiten; somit fehle jede Basis zu einem Arranzement. Spanien bringe der Insel so große Opfer, daß es ein übles Werk wäre, ihm noch neue Opfer zuzumuthen. Neapel, 10. März. Der Rektor der Universität begrüßte die deutschen Studenten. Diese besuchten in Begleitung der hiesigen Studenten das Museum sowie andere Sehenswürdigkeiten. Windsor, 10. März. Die Königin hat sich in Begleitung der Prinzessinnen Christian von SchleswigHolstein und Heinrich von Battenberg nach Portsmouth begeben, wo sie an Bord der Yacht Viktoria and Albert zu übernachten gedenkt. Morgen reist sie nach Cherbourg ab. Madrid, 10. März. Das Gerücht von einer Ministerkrisis ist unbegründet; Ministerpräsident Sagasta erklärte, alle Minister hielten es für Ehrensache, im Amte zu bleiben. Washington, 10. März. Senat. Chandler brachte einen Gesetzentwurf ein, durch den das von der Regierung gekaufte Kriegsmaterial bis zum Januar 1899 von Einfuhrzöllen befreit wird. Hüser& Co., Commandit-Gesellschaft. Commandite der Berg. Märk. Bank. Fernsprecher Nr. 5. 11. Ahrs. 98.10 99.75 99.90 Brstklassige Anlage-Werthe stets vorräthig. Prompte Ausführung von Börsen- Aufträgen. Danksagung. Für die liebevolle Theilnahme während der langen schweren Krankheit unserer theueren Entschlafenen besonders auch für die vielen herrlichen Kranzspenden und Beileidsbezeugungen und Allen, welche sie zur letzten Ruhestätte begleitet, sowie für die trostreichen orte des Herrn Pfarrer Brachmann sprechen wir hierdurch unsern herzlichsten Dank aus. Joh. Jacob Fudickar und Familie. Flachsberg, den 10. März 1898. Strebsamer junger Mann, welcher mehrere Sprachen beherrscht und die Länder West=Europas mehrfach bereist hat, wünscht sich an einem rentablen Geschäfte behufs Vergrößerung mit oder ohne Capital zu betheiligen. Mündliche oder schriftliche Anerbieten vermittelt unter Discretion. Lebrecht Rauen, Solingen. Rechtsconsulent. LESTO Pobisch-Tarien 9 2 Nachruf an unsere so früh verstorbene Freundin Wilhelmine Fudickar, Flachsberg. Dein treues Herz hat aufgehört zu schlagen, Du ruhst jetzt aus in dunkler Erde Schooß, Was sollen wir nun trostlos klagen? Dir ward schon früh ein besseres Loos, Wer Dich gekannt mit redlichem Gemüthe, Mit Deinem Herzen so voll sanfter Güte, Mit Deinem stillen, Gott ergebenen Sinn, Du schwer geprüfte, edle Dulderin, Der gönnt Dir die stille sel'ge Ruh; Wohl dem, der stirbt, wenn er gelebt wie Du. Doch wird Dir einst die Stunde schlagen In der sie sich mit Dir vereinen, Die liebe Schwester, die Dich treu gepflegt, Der gute Vater, der Dich stets bewacht, Und die Geschwister stehen tief bewegt Und flüstern still sich zu: es ist vollbracht! Wie lieb und theuer Du uns bist gewesen, Wie gern wir Dich geseh'n in unserer Näh', Dies könntest Du aus unseren Blicken Sm 9„ lesen, wenn jegt Dein Aug auf uns herniedersäh! Es hat der Tod Dich uns zu früh geraubt. Doch glücklich Du! Darfst Deinen Heiland sehen, An den Dein Herz im Leben fest geglaubt! So schlafe, theure Freundin, denn in Frieden, In Deiner Gruft, an der wir trauernd „ sebn, und ist zu Ende unser Weg hienieden, So werden droben wir uns wiederseh'n. Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen, Der Name des Herrn sei gelobt! Gewidmet von ihren Freundinnen: L. Sch. K. Sch. E. G. E. M. A. K. H. S. H. E. R. K. H. G. A. G. A. H. A. H. Lönigl. Standesamt Solingen. 10. März. Geburten: Ferdinand Franz, S. v. Handel smann Joscf Hürtgen, Nordstr. Elfriede Lina, T. v. Schneider Ludwig Rangk, 2. Ostdal. Johann Lambert, S. v. Händler Johann de Vogt. Cölnerstr. Heinrich Julius, S. v. Mechaniker Heinr. Koenig, Blumenstr. Auguste, T. v. Anstreicher Otto Weyerstahl, Eisenstraße. Sterbefälle: Loni Grevels, 7 T., Wiesenstr. Franz Schmidt, 5 M., Moltkestraße. Aufgebote: Fabrikarbeiter Valentin König und Auguste Amalie Niemann, beide hier. Kaufmann Cuno Dirlam und Hedwig santerjung, b. h. Scheerennagler Carl Hucklenbruch und Anna Küll, b. h. Comr,. Getretben: eommis Carl Gotthold Schmidt und Johanne Riehl, beide hier. S 9 8 2. 15 gehört zu den leichtstverdaulichen Ernährungsmitteln. Platin-Holzbrand-Apparate, Holzgegenstände für Holzbrand und Kerbschnitz empfiehlt# kul Miochwitz, Kufeer-Brogerte. Kaiserstrasse 172. K verkaufe ich folgende Waaren zu enorm billigen Preisen:— Ueber 300 Paar Herren=Zugstiesel à Paar Mk. 4.— und 4.50. Große Posten Herren=Schnür= und Zug=Schuhe 4 Paar Mk. 3.80. Große Pesten Herren=Schuür=Stiesel 4 Paar Mk. 5.50. Große Posten Damen=Schnür= u. Knopf=Stiesel 4 Paar Mk. 4.50. Große Posten Damen=Zug=Stiesel 4 Paar Mk. 4.—. Winter=Schuhe gede zu Einkaufspreisen ab. engraturen: Herren=Sohlen und Absäze Mi. 2.—. Alpa.aldten: Damen=Sohlen und Absätze Mk. 1.50. C. Berkemeier, Solingen, Kaiserstraße 59, gegenüber Coppels Fabrik. Frisch geschl. junges Hestagkt, täglich frischen #d Pariser salat, Blumenkohl, Endiviensalat, Radieschen, sowie r. Almeria=Weintrauben, Blut=Apfelsinen, Mandarinen, Citronen, Koch= und Tafel=Aepfel empfiehlt zur gefl. Abnahme bestens Joh. de Vogt, Kölnerstraße 101. Hochf. Süßrahm Fasel=Butter, gearb. m. der Butter Knet=Maschine, vers. stets frisch ca. 10 Pfd. Kübel geg. N. 7.80 Mk. Bes. Frau Braschkles, Ackelningken bei Kallningken(Ostpr.) Suche Kunden im Glanzbügeln in u. außer dem Hause. Johanne Schützler, Mangenbergerstraße 105 a. Arbeiter gesucht für alle Arbeit von Chr Spee. (in Sehn ordentl. Eltern wünscht die Maschinenschlosserei zu erlernen. Scheidterstraße 23. Frisch geschl. junges Tafel- Geflugel empfiehlt C. Wilkens, 205 Kaiserstraße. Kirchstraße 56. Ein Junge sücht. Räh I. d. Erped. Ein fachkundiger mit der Ziegelbranche vertrauter kaufmännisch gebildeter Verwalter gesucht. Emil Pohlig, Central. Ein Solinger Fabrik= und Exportgeschäft sucht zur Leitung der ScheerenJabrikation einen mit der Brauche vertranten zuvertaf, Mann. Bewerber, welche bereits in einem größeren Geschäfte thätig gewesen und im Besitze guter Zeugnisse sind, wollen Offerten unter„Scheeren=Fabrikation“ an die„Sol. Ztg.“ senden. Douernde Stellung beihohem Gehaltwird garantirt. Junger intelligenter Mann findet direkt Stellung C. von der Horst& Co., Gravir= und Dampfpräge=Anstalt. Solider Schreiner=Gthuise gesucht. Jägerstraße 5. fächiger Geselle Gände. schleifen gegen hohen Lohn und dauernde Beschäftigung ges. Von wem, sagt die Exp. Echeerenhärter: Gesele gesucht. Weyeroverg 32. Ein junger Mann (gedienter Cavallerist) sucht Vertrauensposten oder Beschäftigung auf dem Lager oder als Portier. Kaution kann ev. gestellt gestellt werden. Offerten unter W. E. 1000 an die Exped. Saglich Kirchstraße 30. Kirchstraße 30. frischen Pariser Kopf=Salat, Endivien=Salat, Blumenkohl, Radieschen, Maikräuter, Apfelsinen in jeder Preislage, Blut=Orangen, Citronen, frische Almeria=Weintrauben, seinste Koch= und Tafel=Aepfel, Cocos=, Para=, Wall= u. nüsse, Krachmandeln, Datteln und Feigen empfiehlt zur gefl. Abnahme bestens Wilkens, 205 Kaiserstraße. Kirchstraße 56. Tüchtige rutzmädchen, nicht unter 16 Jahren, für bessere Taschenmesser gesucht. A. Hartkopf J. Sohn, Mangenberg. Ordentliches Dienstmädchen Mitte April gesucht. Näheres in der Exp. Ein Mädchen zur Aushülfe auf einige Wochen gesucht. Näh. Grünewalderstr. 24. Für ein 14jähriges evangel. Mädchen von auswärts wird in einem christlichen Haushalt auf Mai Stelle gesucht. Off. unter E. L. 43 an die Expedition. Ich suche zum 1. April ein tüchtiges Dienstmädchen für alle Hausarbeit. Frau Director Heine, Solingen, Augustastraße. Suche zum 1. Mai ein seineres Zweitmädchen, welches im Bügeln und aller Hausarbeit erfahren ist. Näheres in der Ein erdentl. Tunge Geschäfts-Autgase. Um mein Lager rasch zu räumen, werden sämmtliche Korb-, Holz- und Bürstenwaaren zu jedem annehmbaren Preise verkauft. Kirchstraße 30. Ernst Reinshagen. 30 Kirchstraße. Scheunwirihschaft zur„Ttora, [Ost- und Florastrassen-Ecke.) Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich mit dem heutigen Tage einen —„Schiessstand“ errichtet habe, welchen ich zur gefälligen fleißigen Benutzung empfehle. Achtungsvol Carl Meiss. Handels=Register des Amtsgerichte Solingen. In unser Handels=Register ist Folgendes eingetragen worden: 1) Bei Nr. 509 des GesellschaftsRegisters— Firma Cerl Schürmenn zu Solingen.— Die Gesellschaft ist durch gegenseitige Uebereinkunft aufgelöst. Die Wittwe Carl Schürmann Clara geb. Lauterjung zu Selingen setzt das Handelsgeschaft unter unveränderter Firma fort. Bergl. Nr. 898 des Firmen=Registers. 2) Bei Nr. 898 des Firmen=Registers. —Die Firma Cerl Schürmann mit dem Siße zu Solingen und als deren Inbader die Wittwe Car! Schürmann, Clara geb. Lauterjung daselbst. Solingen, den 8. März 1898. Königliches Amtsgericht 3. General- Versammlung der Messerschleifer des Kreises Solingen am Montag, den 14. März cr., Abends 613 Uhr, im Lokale des Herrn F. W. Bungards, Grünewald. Tages=Ordnung: 1) Empfang der Beiträge. 2) Rechnungsablage. 3) Vorstandswahl. 4) Verschiedenes. Der Vorsand. NB. Wegen Vorliegens eines eingegangenen Schreibens wird jedes Mit glied ersucht, zu erscheinen. Der Vor stand und die Rechnungsrevisoren müssen um 5 Uhr erscheinen. In Streik verblieben Carl Otto Konejung, Kaiserstraße, und die Bekannten. Höhscheider Krieger=Verein Sonntag, den 13. ds. Mts. Nachmittags 5—6 Uhr: Empfang der Beiträge und Ballotage. Punkt 6 Uhr Vertrag des Kameraden Herrn Pfarrer Becker. Thema: Der große Kurfürst. Nichtmitglieder haben Zutritt. Der Vorstand. als Hausknecht in ein Geschäftshaus gesucht. g Näheres in der Exped. Mädchen Scereneuten Näheres in der Expedition. Greesin Gerkauf (im städt. Samstag, den 12.d. Mts., Vorm. 8 Uhr beginnend, wird das Fleisch einer als minderwerthig befundenen Kuh verkauft werden. Das Pfund kostet 30 u. 35 Pig. Der Schlachthaus=Aufseher: Armbrüster. Bestes Kalbfleisch per Psd. 55. Pfg. vom Bollen per Pfd. 60 Pfg. empfehlen Kark Oöliger, und Vwe. Mar Oöliger Kölnerstraße. Mark 25000, sanz oder getheilt, per 1. Mai zu 4¼ Prozent zum Ausleihen bereit. Offerten unter W. U. besorgt die Expedition dieses Blattes. Geloschrank, kleiner, gebrauchter, zu keufen gesucht Kaiserstraße 318, 1. 1000 schwere Weidenpfähle, 2 Meter lang, sind billig zu haben bei Aug. Ftaßs. Ein Ziedbund für 10 M. zu verkaufen. Näheres in der Exped. Schönes Kleehen zu verkaufen. Ernst Tang, Gräfrath. Rohrstühle, 143. Lesert. 135 Anzeigen Klätter besorg Alb. Pteiffer, Selingen Friedberger Geld-Loose à 2 Mark. Ziehung 14. März. Eduard Elven. per Pfund 50 und 55 Pfg., schwere Bollen von 10—15 Pfund per Pfund 60 Vfg. empfiehlt Carl Ebel, Kaiserstr. Krieoberger Toose empfiehlt Fr. Machenbach. Oftwall 11 No. 15. Ein Geschäftshaus hierselbst, in guter Lage, Parterre, 2 Laden und in den Etagen 20 Zimmer haltend, ist preiswerth zu verkaufen. Reflektanten belieden Anfragen unter M. 9 an die Expedition zu senden. Das früher Cuno Haar# nu haus'sche In an der Kaiserstraße ist auf längere Zeit zu pachten oder zu kaufen. Näh. bei Rud. Schwarz, Klauberg. An sehr belebter Straße ist ein Doppel-Wohnhaus nebst großem Hinterhaus(für Fabrikation geeignet) Fortzugshalber unter günstigen Bedingungen billig zu verkaufen. Offerten M. 100 besorgt die Exped. Gesucht ein ordentlicher Mann zum Verkauf eines überall benöthigten tikels bei Privatkundschaft; derselbe hätte auch als Einkassirer zu arbeiten. Offerten mit Angabe des Alters und der jetzigen Thätigkeit an die Erped. dieses Blattes unter N. 59 erbeten. Restaurant Zam Biertänzei. (Ernst Prückmann.) Echtes SalvatorWier im Stich. Gerichtlicher Verkauf. Am Samstag, den 12. März 1898. Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem alten Markte zu Solingen öffentlich meist bietend gegen baare Zahlung versteigert werden: 1 Sessel, 1 Rastibecken zum Aushängen und 1 Kopfbürste. Solingen, Der Gerichtsvollzieher: Wupperstr. 29. Stange. Gerichtlicher Verkauf. Am Samstag, den 12. März 1898, Mittags 12½ Uhr, sollen an der Wohnung des Wirthes Wasserloos zu Weeg gegen einen Dritten öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung per steigert werden: 1 Vohrmaschine-Velox und 1 Schraubstock bezw compl. Schwengelschraube mit Stock. Solingen, Der Gerichtsvollzieder: Bupperstraße 49. Salowsky. Peima englische Schleifsteine angekommen. 8. Lorute: 1 Foxterrier mit schwarz=bräunlichem Rückenfleck und rechtem Vorderfuß geldgefleckt, abdanden gekommen. Rod. Plasberg, Eckstraße. Für eine auswärtige Silberwaarenfabrik tüchtige Besteckschmiede und Metalschleifer bei dauernder, gut bezahlter Stellung gesucht. Näheres in der Expedition. Tüchtige Rockarbeiter gesucht. Ernst Prückmann, Maaßgeschäft. beser Wohnungen und 6 Räumen sind noch zu haben bei ür 2 anständige Leute Schlaittelle offen. Näheres in der Exped. schöne Wohnung 2 M3 Zimmern in südlichem Stadttheil per 1. Mai zu vermietden. Näheres in der Expedition. Leute erhalten Kost u. Logis. Gerichtsstraße 21. gesucht. Florastraße 84. Lür Sommaeron Grosse Posten Kleiderstoffe#. sllen, Farben und Qualitäten besonders geeignet zu Prüfungg. Grosse Posten schwarze Kleiderstoffe unerreichten Preisen. e 8 Große Posten=Sonsirn Nugugr (eigene Aufertigung) in nur bekannt guten Stoffen, zu außergewöhnlich billigen Preisen. Sämmtliche Herren= und Knaben=Garderobe in eleganter Ausführung und gutem Sitz, zu noch nie dagewesenen Preisen. #9 Separat-Abtheilung fertiger Betten, Bettstellen und Matratzen, 8 S sowie grosses Lager Betttedern und Daunen. 8 EF- Pras-tles-ta bietet sich ganz besonders günstige Gelegenheit zum Einkauf ihrer Aussteuer, zu Preisen, wie solche in ür Brsutieuté diesen Artikeln noch nie geboten worden sind. Permanente Ausstellung von 50 fertigen Betten. Orotraussg Seingen, Kalseretruese 100. Radfahrer-Verein Ueber Berg und Thal Solingen,(Kreuzweg). Derselbe veranstaltet am Sonnteg, den 13. März, Nachmittags 5 Uhr, im Vereinslekal bei Herrn Rich. Knapp. Kreuzweg(Victoriasaal), sein diesjähriges Gala-Winter-Fest, bestehend in Kunst= u. Reigenfahren, hum. Radaufführungen 2c. 2 Unter Mitwirkung der rühml. bekannten Kungmeitterfahrer Herren Lüttgens u. Samnée aus Crefeld. 1 Dieselben werden durch ihre großartigen Leistungen im 6 Niederrad-, Hochrad- und Duett-Kunstfahren die Festheilnehmer überraschen. Nach dem Concert: Fost-Ball. Die Musik wird ausgeführt von der Kapelle des 11. HusarenRegiments aus Düsseldorf. Zu diesem Feste laden ergebenst ein Der Vorstand. Das Fest-Comitee. 5 Eutree Mk. 1.25 eine Dame frei, jede weitere Dame 50 Pf. * Karten im Vorverkauf zu 1 Mk. sind zu haben im Vereinslokal bei Herrn 2 Rich. Knapp, sowie bei den Wirthen Herren Rich. Schmidt u. Ernst Mees, Mangenberg, Wwe. Kratz, Kreuzweg, Gasthof zur Post, Merscheid u. Fritz * Meis,(Rattenfalle), Solingen, sowie bei den Mitgliedern des Vereins. Schun im Dazar EPOETT Kaiserstrasse 139. SOLINGEN, 139 Kaiserstrasse. Mu Wegen demnächstigen Abbruchs meines Geschäftshauses stelle ich hiermit mein Schuhwaarenlager zum SotarAn M.-G.-V.„Sängerlust M 9 101 M MM I Solingen. Sonntag, den 13. März 1898, Abends punkt 6 Uhr, im Lokale der Frau Wwe. C. Kirschbaum(früher Arenz), I. Feld: Feier des diesjährigen Stiftungs- Festes durch Vokal- und Instrumental= — Concert,— Soneer?, verbunden mit humoristischen Vorträgen, unter gütiger Mitwirkung des Salonhumoristen Herrn C. Sveitz. Später: Karten im Vorverkauf zu 30 Pfg. sind im Vereins= und Festlokale, sowie bei den Mitgliedern zu haben. Kassapreis 40 Pfg. Zu dieser Festlichkeit laden wir die geehrten passiven Mitglieder nebst Familie hierdurch freundlichst ein. Der Vorstand. Sämmtliche Schuhe und Stiefel, in allen nur denkbaren Sorten meines bekanntlich kolossalen Lagers, werden, um schnell damit zu räumen, zu ausserordentlich billigen Preisen ausverkauft, darunter eine Menge Artikel für die Hälfte des Werthes. Es lohnt sich unbedingt, bei dieser Gelegenheit, seinen Bedarf in Schuhen oder Stieseln für längere Zeit im Voraus zu decken. Sellun-Balar B. Wellf, nur Kaiserstrasse 139, Solingen. Mau verwechsele meinen wirklich reellen Ausverkauf nur nicht mit den sonst so üblichen Saison= oder sogenannten „Räumungs=Ausverkäufen". Ich bitte deshalb, genau auf meine Firma zu achten. Ganzlicher Schuhwaaren-Ausverkauf wegen Aufgabe des Geschäfts. Da mein Lager in kurzer Zeit geräumt sein muß, gebe von heute ab 20 pel. auf sämmtliche Schuhwaaren. Ich bitte von dieser äußerst günstigen Gelegenheit recht viel Gebrauch zu machen. Lange Stiesel mit und ohne Falten, bisheriger Preis 15,00 Mk., gebe à Paar zu 10,00 Mk. ab. An Honntagen findet kein Verkauf statt. C. A. Siepen, Kaiserstr. 39(Wehrwolf). Vollständige Laden=Einrichtung billig zu verkaufen. K Stromats werden zu 40 Pfg. gefärbt, gereinigt und umgeändert. Hierzu maßgebende neueste Formen liegen zur gefl. Ansicht bereit. Die erste Sendung geht den 18. März ab, bitte daher um baldige Phil. David Nacht., Kalserstrasse 102.(Nähe Entenptuhl.) Lofecras aus einem Fallissement stammend, gebe weit unter Preis ab. Dav. Michelson, Kölnerstr. 92. Gasglühlichtkörper in Prims Qualität à Stück 50 Pfg. sind wieder eingetroffen. Vav. Michelson, Kölnerstr. 92. Tonhalle Saale der Wwe. Gust. Steinisens Sonntag, den 13. Män 1833: Die Lieder des Musikanten. Volksstück mit Gesang in 3 Abth. und 5 Akten von Rudolf Kneisel, Musik von F. Gumber. 1. Abth.: Des Geigers Heimkehr. 2.„ Kunst und Arbeit. 3.„ Des Knechtes Rache. Kassaöffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uh. Preise der Plätze: Sperrsitz 75 Pfz. 1. Platz 50 Pfg. Karten im Vorverkauf sind bei hemn Häring, Kölnerstr., und bei wir n haben. Achtungsvol Wwe. Gustav Steinisant. Wohlgemuth. Montag, den 14. März, Abends 3 Uh: Versammlung. Tages=Ordnung: Vereins= und Spielangelegenheitn. Der Versten). S sind oft die Veranlassung von Krankheiten. Es ist daher namentlich bei Regen= und Schneewetter, raihsam, das Schuhwerk mit einen guten Fett zu schmieren und eignet sich zu diesem Zweck Kreds=Zeit am besten, da solches vollständis wasserdicht macht und das Leder erbält Dosen à 10, 20 und 4° Bla sind zu haben: In Colingen bei: Herm. Hapr, Goldstr. 11, Hugo Haag,„S Iserloh Nachf., Ed. Krebs, F. I. Kolk Nachf., Arnold Kürten, Rod. Löhmer, Heinr. Pütz, Ernst Püz, G. Storsberg, Kaiserstr., Lauis Stöwer jr., B. Unterberz Nachs., Gräfratd: Wilh. Bruchhaus, Merscheid: Benj. Bruchhaus, Jul. Budde. Wald: W. Stuhlmann, W. Bruchhaus. Restaurant Ursprung, Utergartenstrasse 31, empfiehlt seine bekannt guten Weine der Firma Brukenhaus& Espenschied. kal. preuß. Hoflieferanten, Elberfeld, in und außer dem Hause. Rhein- u. Moselweine von 60 Pfg. an. Gesellschaftszimmer mit Pienine in der oberen Stage. Wie neu wird Jeder mit Bechtel's Salmiak=Galseise gewaschene Stoff jeden Gewebes, in Pack zu 50 Pfg. in der Hirsch=Apotheke, "„ Schwanen=Apotheke. Friedberger Lose à 2 M. Wiesbadener„„1„ empfiehlt Ewald Meis. Beust e echrich hoere Mundwasser Bosolin. (Gesetzl. geschützt) D. R. Bosolin u eu teristeim u wirksamste Zähne und bes Zadnseichet. Bosolin is ein vorzäglicet Sehschmerz=Vorbengemittel. Bosolin bemmt die Sehric““ Aut brfeilig seegeiger Grne“ und beseiltsot jepe gichig Serns Geschmac ang gihlggger.— — Preis per Flasche N. 125 Generalde Pös:. Oeababgrfellichet Runt.! Depots in Solingen: witz, Orogerie, Kaiserstr. 172, buse Hdag Orazrse. Strohhüte zum Waschen und Faconuiren werke „Pishte u. Gur.- Chiue Schreibmaschig. I. Keise gesucht. Os,g. ge. 4. 6. an Haasenkein& Bozle Gonturg Ordentlicher Jungt " Nein uche auf sofort 1t S täiner, lopie gugsge e Rüteres Zeienennagr. 10. Nr □0 KE A 19 O. nan Nr. 59. Für die Redaktion verantwortlich: Rudolf Pfeiffer in Solingen. Druck und Verlag von Alb. Pfeiffer in Solingen. Freitag, den 11. März 1898. Rheinland und Westfalen. — Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat in nem Erlaß an die Königlichen Eisenbahndirektionen besimmt, daß 50 von den am 1. April d. J. hinzukomienden 100 Stellen für Fahrkartenausgeber und Ausgeberinnen, sowie diejenigen von den übrigen, selche von Militäranwärtern etwa nicht begehrt werden, mtschließlich mit voll beschäftigten Gehülfinnen zu sesetzen sind. Zu diesem Zwecke ist für den ganzen Staatsbahnbereich eine gemeinschaftliche Anwärterliste mfgestellt, nach welcher bis auf Weiteres die Königliche Eisenbahndirektion in Berlin die nach der Dauer der Beschäftigung zur Anstellung herangerückten Gehülfinnen zezeichnen wird. Die Fahrkartenausgeberinnen haben bei der etatsmäßigen Anstellung den Diensteid als Staatskeamte abzulegen. Die Anstellung erfolgt untei dem Vorbehalt einer verwaltungsseitigen einmonatigen Küneigung. Es verbleibt auch für die Folge bei dem Grundsatze, daß nur unverheirathete weibliche Personen, kinderlose Wittwen und solche Wittwen, welche der Pfleze ihrer Kinder überhoben sind, in selbstständiger Stellung als voll beschäftigte Gehülfinnen zu verwenden sind. Demgemäß wird das Dienstverhältniß im Falle der Verheirathung der Fahrkartenausgeberinnen mit dem Ablauf desjenigen Kalendervierteljahres aufgelöst, in welchem die Eheschließung erfolgt. Das Diensteinkommen der Fahrkartenausgeberinnen ist dem der Fahrkartenausgeber gleichgestellt. Das Mindestgehalt beträgt jährlich 1100 Mark und steigt in 15 Jahren auf 1500 M.; dareben wird der Wohnungsgeldzuschuß für Unterbeamte gewährt. Kemscheid, 10. März. Wohl infolge des plötzlichen Witterungswechsels sind heute eine Anzahl Dräthe des biesizen Telephonnetzes zerrissen. Die Reparaturen rurden laut„R. Ztg. sofort in Angriff genommen, um die Verkehrsstörung alsbald wieder zu beheben. Ronsdorf, 9. März. Regierungspräsident v. Rheinbaben weilte gestern hier, um die Thalsperrenlagen im Salbachthale in Augenschein zu nehmen. Elberfeld, 10. März. Der 24 Jahre alte Sohn anes Gärtners machte durch Erschießen seinem Leben in Ende. Welche Gründe den jungen Mann zu der unseligen That veranlaßt haben, ist unbekannt. Wulfrath, 8. März. Ein Rottenarbeiter wurde ren einem Eisenbahnzuge überfahren. Dem Bedauernswerthen wurden beide Beine vollständig vom Rumpf gekennt. Auf dem Transport ist er verschieden. Velbert, 9. März. Ein Konsortium beabsichtigt serselbst, um einem Wohnungsmangel vorzubeugen, eine sroßere Anzahl Einfamilienhäuser für Beamte, Landwerker und Arbeiter zu errichten. Diese Häuser, weiche zum festen Preise von 7500 M. mit geringer anzahlung zum Kauf angeboten werden, enthalten neben stetzem Garten und allen Bequemlichkeiten 7 Zimmer. Erkrath, 9. März. Ein alter Landarbeiter wurde in einem Teich todt aufgefunden. Anscheinend war der alte fast blinde Mann vom Wege abgeirrt, am Rande des Teiches ausgeglitten und ertrunken. Neuwied, 8. März. Wie berichtet wird, ist zur Zeit in Stuttgart eine Kostüm= und Trachtenausstellung zu besichtigen, die von weither Besucher anzieht. Ein ähnliches Unternehmen wird in unserer heimathlichen Provinz, in Neuwied, vorbereitet. Im Laufe des Frühjahrs soll hier eine Ausstellung stattfinden, die an Puppen die noch üblichen Trachten aus den verschiedensten Ländern und Trachten von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart veranschaulichen soll. Der Ertrag wird dem Gebäude zugute kommen, in dem Waisenkinder und taubstumme Mädchen aus der ganzen Provinz während ihres Besuches der Taubstummenschule in Neuwied ihre Unterkunft finden und das eines Umbaues zur Sicherung vor Feuersgefährlichkeit bedarf. Trarbach a. d. Mosel, 8. März. In neral=Versammlung des hiesigen Kasinos wurden anläßlich des 50. Geburtsjahres des Moselliedes 1000 Flaschen der besten Mosel= und Saarweine der Jahrgänge 1893 und 1895 gestiftet, für denjenigen, welcher ein Mosel= und Weinlied schafft, das geeignet ist, allgemeines Volkslied zu werden. Es sind 500 Flaschen Wein für den Dichter und ebenso viele für den Komponisten des Liedes ausgesetzt. Der Ruf des weltbekannten Kasinos bürgt dafür, daß nur die edelsten Gewächse für die Spende Verwendung finden. Mannheim, 8. März. Der Bürgerausschuß genehmigte einen Zuschuß von Mk. 30,000 zur Erbauung eines Krematoriums. Der Bau geschieht durch den Verein für Feuerbestattung Mannheim=Ludwigshafen. Benrath, 10. März. Ein schweres Unglück ereignete sich gestern hier auf dem Rheine. Das dem Fischer Spickenagel in Urdenbach gehörige Dampfboot kam einem Dampfschiffe zu nahe und ging sofort unter Von den 3 Insassen des Bootes konnte sich des Eigenthümers Sp. retten, während die 2 aneeren laut„Düss. Gen.=Anz. den Tod in den Wellen fanden. Düsseldorf, 9. März. Laut der„Leipzizer populären Zeitschrift für Homöopathie hatte sich Dr. Volbeding s. Zt. mehrere Monate vor der Hauptverhandlung im Maison de santé in Schöneberg aufgehalten. Dort waren die Aerzte in ihrem Urtheil darüber einig, daß er zwar noch nicht wahnsinnig sei, dagegen zu den äußersten Grenzbewohnern gehöre und über kurz oder lang wahnsinnig werden würde. Der Vertheidiger des Dr. hat nunmehr an das Oberlandesgericht in Köln ein Gesuch gerichtet, seinen Klienten in Anbetracht seines Zustandes in eine Irrenanstalt unterzubringen. Dieses Gesuch wurde abschlägig beschieden; es kann ihm auch, so schreibt die„Düsseld. Ztg., nicht eher Folge gegeben werden, bis der zuständige Arzt das Befinden des D#. V. als ein solches schildert, daß es die Aufnahme in eine Irrenanstalt erfordert. Düsseldorf, 9. März. Auf dem Fleischschauamte wurden in einer amerikanischen Speckseite Trichinen gefunden. Im Jahre 1897 wurden von 1916 amerikanischen Speckseiten 4 trichinös befunden und von 3187 untersuchten Würsten waren 6 mit Trichinen durchsetzt. Von den seit 1891 untersuchten Speckseiten, Schinken und Würsten, die aus Amerika kamen, waren 0,817 Proz. trichinös. Gladbach, 9. März. Die Aktien=Bau gesellschaft hat im vergangenen Jahre 29 Häuser, darunter 6 Neubauten, verkauft und 4 Miethohäuser errichtet. In ihrer 28jährigen Thätigkeit hat die Gesellschaft insgesamt 463 Häuser errichtet, von denen 33 vermiethet und 430 verkauft sind. Die Kaufsumme beträgt 1,648,380 M., die Ankäufer schulden noch 392,588 M. Um der starken Nachfrage nach Wohnungen zu genügen, wurde im Herbst mit dem Bau dreier Miethshäuser begonnen. Außerdem sollen noch 12 Doppelbäuser zum Verkauf und 2 kleinere Häuser errichtet werden. Die Hauptversammlung setzte die Dividende für 1897 auf 4 Prozent fest und ermächtigte den Vorstand ein Darlehen bis zur Höhe von 250,000 M. n ne 9. März. Die Firma Krupp hat für das Erholungshaus der Verbandsanstalt evangelischer Arbeitervereine für Rheinland und Westfalen die Summe von 10000 Mk. gespendet. Durch diese Gabe, sowie durch 2000 Mk., welche kürzlich von der Arenbergschen Aktiengesellschaft„Prosper“ gespendet wurden, und manche andere kleine Spenden hat der Gesammt= betrag der für das erwähnte Projekt gesammerten Gelder 44 000 Mk. schon überschritten.„ Dortmund, 9. März. Die Belohnung, weiche auf die Entdeckung des Urhebers des Dynamitanschlags auf der Strecke Raurel=Herne ausgesetzt war, ist 1000 Mk. auf 1500 Mk. erhöht worden. Brilon, 9. März. Von dem anhaltenden Schneesturme, welcher dieser Tage im ganzen Sauerlande wüthete, ist wohl die hochgelegene Stadt Altastenberg am ärzsten betroffen worden; die Häuser wurden dort förmlich im Schnee verschüttet, so daß der Verkehr der Bewohner unter einander fast gänzlich stockte und der Nachbar nicht zum Nachbar kommen konnte. Jetzt sind die nächsten Schneemassen fortgeräumt und der Verkehr ist wieder hergestellt.„ Münster, 9. März. Gestern wurde ein Sträfling des hiesigen Zuchthauses, der die Flucht hatte und auf den Haltruf des Militärpostens nicht stehen blieb, von letzterem erschossen. Gerichts=Verhandlungen. Dortmund 9. März. In Lünen veranlaßte die Frau des Arbeiters S. ihr 9jähriges Töchterchen, eine vom Teufel Besessene zu spielen. Zu dem Zwecke versah sie das Kleid des Kindes mit 2 Reiben Knöpfen, die wenn das Mädchen am Tische saß, beim Heben und Senken der Brust durch Reiben an der Tischkante ein eigenartiges Geräusch hervorriefen. Auch mußte das Kind den Poltergeist spielen. Es dauerte nicht lange, so war die Spukgeschichte in Lünen bekannt. Jeden Abend war das Haus von Neugierigen umlagert, und mancher Groschen wurde der Mutter zum Besten des besessenen Kindes eingebändigt. Die Polizei machte dem Spuke bald ein Ende. Das Mädchen gestand, daß es von seiner Mutter gezwungen worden sei, die Be sessene zu spielen, um Geld für Branntwein zu erlangen. Das Schöffengericht verurtheilte heute die Frau weg groben Unfugs zu 4 Wochen Gesängniß. München, 9. März. Das Landgericht verurtheilte nach 3tägiger Verhandlung wegen des Gewölbeeinsturzes im Maximiliankeller am 17. November 1897 Baumeister Klinger und den Polier Henke zu je 3 Jahren Gefängniß. 2 mitangeklagte Maurer wurden freigesprochen. Der Einsturz hatte verschiedene Menschenleben gefordert. Vermischte Nachrichten. Berlin, 6. März. Die plötzliche Verhaftung eines aktiven Offiziers erregte dieser Tage in Potsdam Aufsehen. Zu dem Lehr-Infanterie=Bataillon dortselbst war als Führer der 4. Komp. der Hauptmann vom 3. Pommerschen Inf. Reg. Nr. 14 abkommandirt. Als sich derselbe nun vor einigen Tagen im Kreise der Offiziere im Kasino des Lehr=Infanterie=Bataillons befand, erschien unvermutbet der Stadtkommandant von Potsdam, Generalmajor v. Kessel, forderte ihm seinen Säbel ab und erklärte ihn für verhaftet. Der Hauptmann wurde nach seiner Garnison, der Festung Graudenz gebracht. Der Grund zu der Verhaftung soll darin zu suchen sein, daß K. im Verdacht steht, in Graudenz die Schießbücher seiner Kompagnie gefälscht zu haben. Ein Unteroffizier soll dieserhalb bereits mit einem Vierteljahr Festung bestraft sein und nun allerlei Enthüllungen gemacht haben. Wegen seiner Strenge im Dienst war K. von den Soldaten London, 9. Mäy. Die Erhöbung des Marine=Etats beläuft sich auf 1 74000 Pgig g. der ganze Marine=Etat beträgt 23724000.. Eine Vermehrung von 8340 Mann für die Marie wird verlangt. An Neubauten sind vorgesehen 12 Panzer, 32 Kreuzer, 6 Schaluppen, 14 Kanonenboote und 4 Torpedoboote. Kopenhagen, 8. März. Der Plan, eine Eisenbahnbrücke über den kleinen Belt zu bauen, soll dem nächsten dänischen Reichstag vorgelegt werden. Die Brücke soll 130 Fuß über dem Meere liegen, so daß Schiffe mit den höchsten Masten ungehindert darunter her fahren können. Mit Hinzurechnung der Viadukte, die den Bahnkörper allmählich in die Höhe der Brücke bringen, wird die Brücke etwa 4500 Fuß lang. Die Bauzeit ist auf Zebis 4 Jahre berechnet, Auorend Blei Gard Damen 1 Led Größ schenendste Anei Ifungs18 die Kosten auf 12 Millionen Kronen veranschlagt sind. Barcelona, 10. März. Bei dem Brande eines Petroleum=Magazins erstickte eine Frau mit ihren 4 Kindern in ihrer Wohnung. Bombay, 10. März. In der vergangenen Woche sind hier 1283 Personen an der Pest gestorben. (1150000 Lire unterschlagen.) Man meldet dem„Neuen Wiener Tagebl.“ aus Palermo: Der hiesige Gemeindekassirer Martinez, der bekanntlich aus der Stadtkasse 1 150000 Lire defraudirte, wurde zu 30jährigem Kerker, zum Schadenersatz von 14000 Lire und zu den Gerichtskosten verurtheilt. (Ein Sohn, der für seinen Vater eine Frau sucht.) Im„Leipz. Tagebl.“ ist zu lesen:„Suche für meinen Vater mit ruhigem Geschäft, streng solider Mann, Das Wrack des Grosvenor. Roman aus dem Englischen von Clarck Russell. (Fortsetzung.)(47 Miß Robertson bat mich so eindringlich und sah mit ihren schönen Augen so flehend zu mir auf, daß ich schließlich nachgeben mußte. Voller Eifer eilte sie hinweg, das Rad dem Steward abzunehmen, der ihr seinen verantwortlichen Posten mit der größten Bereitwilligkeit überließ. Ich forderte nun den Hochbootsmann auf, ans Bergen der Segel zu gehen. Cornish fragte ich, ob er sich stark genug fühle, ins Takelwerk zu steigen, und als er dies bejahte und eine Kraftprobe ablegte, indem er sich mit seinem ganzen Gewicht an eine Webeleine der Besanwanten hing, begannen wir, die 3 Oberbramsegel zu beschlagen. Dem Steward stellte ich nicht erst das Ansinnen, ins Takelwerk zu steigen, denn unzweifelhaft wäre er schon in einer Höhe von 20 Fuß schwindlig geworden und herunter gestürzt. Er war auch in anderer Weise nützlich zu verwenden. Cornish begab sich in das Besan=Takelwerk, Forward und ich in das des Großmastes. Die Brise war noch sehr angenehm und das Schiff glitt still dahin. Als wir auf der Oberbram=Raa angekommen waren und ich mich umsah, lenkte ich die Aufmerksamkeit des Hochbootsmanns auf das Aussehen des Himmels im Nordwesten, denn dort blitzte es schwach und der bleiche Schein genügte, um eine große Wolkenbank zu erkennen, die sich weit nach Norden erstreckte. „Es wird uns gelingen, die kleinen Segel zu bergen, ehe das heraufkommt,“ sagte er,„wie wir aber die großen Segel alle reffen wollen, seibst wenn wir die ganze Nacht arbeiten, ist mir noch nicht klar.“ „Freilich werden wir die ganze Nacht fleißig schaffen müssen,“ erwiderte ich,„aber was macht das jetzt, da wir nur für uns arbeiten? Verkürzen wir uns die Zeit, indem Sie mir erzählen, wie es Ihnen in Ihrem Versteck ergangen ist.“ „Nun, Sie wissen, daß ich so eine Art Brechstange mitnahm, um dem Kerl, der da zum Anbohren kam, damit den Schädel einzuschlagen. Als ich mir aber die Sache näher überlegte, schien es mir doch gefährlich, den Menschen zu tödten, denn die Leute konnten sich einfallen lassen, auf ihn zu warten. Ich hielt es für besser, mich zu verstecken, wenn ich den Schuft kommen hörte, und die Löcher zu verstopfen, sobald er wieder fortgegangen war.“ eine ältere, alleinstehende Wittwe oder Fräulein mit etwas Baarvermögen. Offerten mit Angabe der Verhältnisse unter...“ Daß der Sohn für den Vater eine Frau und zugleich auf diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege sich eine Mutter sucht, das ist alles Mözliche. Besonders hübsch ist von dem guten Sohne, daß er seinen Vater für einen„streng soliden Mann“ erklärt! (Was kostet eine Reise nach Kiaotschau?) Für die, die vielleicht eine„Vergnügungsreise" nach Kiaotschau unternehmen wollen, dürfte folgende Angabe von Interesse sein. Auf den von Bremerhaven abgehenden Reichspostdampfern kostet eine Reise bis Shanghai in der 3. Klasse 440 Mark, in der 1. Klasse 1390 Mark. Rechnet man nun die Reiseunkosten für die Fahrt nach Bremeihaven und die von Shanghai nach Kiaotschau hinzu— letztere kostet Kajüte 50 Mark, Zwischendeck 20 Mark—, so stellte sich der Preis für eine Reise nach Kiaetschau 3. Klasse auf rund 600 Mark, 1. Klasse auf etwa 1480 Mark. Die Fahrt von Bremerhaven nach Shanghai dauert 6½ Wochen von Shanghai nach Kiaotschau 36 Stunden. Der am 23. ds. Mts. von Bremerhaven abgehende Reichspostdampfer nach Ostasien, der, nebenbei bemeikt, fast vollständig besetzt sein wird, soll am 9. Mai in Shanghai einlaufen. (Vom Aufenthalte des Kaisers in Wilhelmshaven) wird noch eine ergötzliche Episode bekannt: Wie gemeldet, unternahm der Kaiser zum Besuche der Forts und der Haubitzenbatterie in Begleitung des Geschwaderchefs, Vizeadmiral Thomsen, des Kontreadmirals v. Senden=Bibran, Generaladjutanten v. Plessen Hier spritzte er seinen Tabakssaft von sich und trocknete sich die Lippen an dem Segel. „Gut also, ich hatte mein Messer und eine Schachtel Streichhölzer bei mir, und die waren mir sehr nützlich. Ich machte mir eine Leuchte, indem ich mir eine Duchte Garn auskämmte und diese ansteckte; da fand ich etwas, was meinen Augen schöner erschien, als wenn mir eine Fünspfundnote vor den Füßen gelegen hätte, nämlich einen Besenstiel, der auf den Kohlen lag. Den schnitt ich in Stücke und spitzte diese zu. Ich wußte, daß wer auch kommen mochte, einen Stangenbohrer anwenden mußte und kannte daher die Größe, welche die Bohrlöcher haben würden. Endlich aber, Gott weiß, mir war die Zeit schon lang genug geworden, höre ich, wie einer die Vorderluke runterspringt. Wie der Blitz fuhr ich hinter die Querwand, in der ein Stück Planke herausgebrochen war und bald sehe ich da, wie der Zimmermann erscheint, einen Lichtstumpf anzündet und sein Mordwerk beginnt. Er pustete und schwitzte dabei, wie ein achtbarer Handwerker, der um seinen ehrlichen Lohn arbeitet. Mit der Zeit drang das Wasser herein; dann bohrte er ein zweites Loch; auch durch dieses sah ich das Wasser kommen; darauf bohrte er noch eins; nun blies er sein Licht aus und stieg wieder hinauf. Meine Finger zitterten ordentlich vor Verlangen, ihm mit der Hebestange eins auf den Kopf zu geben, doch bemeisterte ich mich zum Glück. Sobald er weg war, steckte ich mir meine Leuchte an, paßte die Stücke von dem Besenstiel in die Löcher ein und verstopfte die Lecks so sauber, wie er sie gemacht hatte. Ich fürchtete, man möchte mich oben hören, wie ich die Pflöcke einkeilte, das war aber auch meine einzige Sorge, denn dem Schiff hatte die ganze Sache nichts geschadet; es ist so dicht, wie es gewesen ist, und ich denke, wenn es nicht mehr Wasser einnimmt, als durch die Pflöcke kommen kann, wird es mit dem Sinken keine Eile haben. Ich lachte, und wir schüttelten uns die Hände. Oft denke ich zurück an jenen Augenblick. Ich sehe noch alles deutlich vor mir: das unheimliche, schwarze Wasser um uns her, das Leuchten der Blitze am Horizont, den schwarzen Schiffsrumpf mit dem düstern, durch das Oberlicht dringenden Schein der Kajütenlampe, das muthige, reizende Mädchen am Rade und uns beide auf schwindelnder Höhe einander die Hände schüttelnd. 19. Kapitel. Schwere Arbeit. Als wir wieder auf Deck heruntergekommen waren, fanden wir, daß auch Cornish soeben seine Arbeit beendet hatte. Wir gingen nun zusammen an das Aufgeien des Vormaresegels und stiegen dann in das Takelwerk des Fockmastes. Noch wehte der Wind schwach, und das Schiff glitt geräuschlos durch das Wasser, in der Ferne aber blitzte es stärker, als zuvor, unaufhörlich zuckte es leuchtend in den dicken Wolkenmassen, welche in jener Richtung über der See lagen. Es waren nur wenig Sterne zu sehen, und diese waren matt und glanzlos, wie man sie manchmal in gewitterschwülen Nächten findet. Als wir nach Bergung der kleinen Segel im FockTakelwerk wieder abgestiegen waren, fühlten wir uns sehr erschöpft, besonders ich, der ich in letzter Zeit diese Art körperlicher Anstrengung gar nicht mehr gewohnt war. Indessen an Ruhe durften wir noch nicht denken, denn allem Anschein nach bedrohte uns schweres Wetter. Brach dasselbe erst herein, dann vermochten wir bei unserer geringen Zahl von Händen im Takelwerk nichts mehr zu vollbringen. Nur durch einen Schluck Brandy belebten wir schnell unsere Kräfte, dann setzten wir die Arbeit im Besan=Takelwerk fort. Miß Robertson befand sich noch immer am Rade, und der Steward machte sich im untern Tauwerk nützlich. Nachdem wir auch aus der Besan=Takelage wieder abgestiegen waren, trat ich zu Miß Robertson und sagte: „Es quält mich, Sie immer noch hier oben zu sehen, ich komme mir ganz barbarisch vor, weil ich nicht darauf bestehe, daß Sie sich endlich zur Ruhe begeben. „Sie können mich jetzt noch nicht entbehren, entgegnete sie.„Wollen Sie Ihre Mannschaft noch kleiner machen, als sie ohnedem schon ist? Sie sehen ja, wie es blitzt. Soviel verstehe ich auch, daß ich weiß, wir würden die Masten verlieren, wenn das Wetter uns träfe, solange noch so viele Segel stehen. Und was thue ich denn? Mit Ihnen verglichen, stehe ich müßig.“ „Sie verstehen es gut, Ihre Ansicht zu vertreten, ich möchte aber doch gern, Sie ließen sich von mir überreden.“ „Wen haben Sie, um meine Stelle einzunehmen?“ „Nun, den Steward.“ „Ach den, der versteht nichts vom Steuern; Sie können sich doch nicht auf ihn verlassen und wirklich, das Schiff verlangt Wachsamkeit.“ Ich mußte lachen über die Art, wie sie das sagte, und war entzückt zu hören, wie sie sich so ganz als Seemann fühlte. Wie reizend warf das allerliebste Mädchen ihren kleinen Mund auf, als sie so verächtlich 9 9 5 5 5 und Leibarztes Dr. Leuthold einen längeren Soziegang. Der Weg führte an der Flügelbatterie und Fen Heppens vorbei. Als nun der Kaiser, der nur du# Admirals=Bordjacket ohne Mantel trug, mit seinen Begleitern das genannte Fort passiren wollte, wurde a hieran von einem Posten gehindert, der dort wern der gerade stattfindenden Schießübungen in den Walgräben aufgestellt war. Der Soldat berief sich hierbei auf seine Instruktion, nach welcher während des SchießenNiemand den Weg passiren dürfe. Es bedurfte vielmehr erst des Dazwischentretens des Vizeadmirals Thomsen, durch vorübergehendes Einstellen des Schießens die Behn für seinen kaiserlichen Herrn frei zu machen. Der Kasser soll im übrigen sehr erfreut gewesen sein, daß der Posten so pünktlich seiner Instruktion nachgekommen ist. von dem Steward sprach. Was wollte ich machen? Ich mußte ihr den Willen lassen.„Gut denn,“ sane ich heiter, ihr die Hand gebend,„so bleiben Sie noch, kleiner Eigensinn, und wandte mich zum Gehen. De rief sie mir aber noch nach: „Ach, haben Sie die Güte, doch einmal zu sehen, o# Papa etwas bedarf.“ Ich lief sofort herunter, guckte in die Kajüte und fand den alten Herrn schlafend. Auf meinem Rückrez betrat ich noch schnell die Speisekammer und stellte in aller Eile auf einem Tablett eine kleine Erfrischung für meinen braven Steuermann zusammen. Die brachte ich ihm nebst einem Stuhl und sagte: „Ihr Vater schläft, Sie brauchen sich also um ihn nicht zu sorgen, und nun setzen Sie sich und genießen Sie etwas, es liegt kein Grund vor, weshalb Sie immerzu stehen müßten. Halten Sie nur jenen Sten dort, gerade über der Raanocke, im Auge, der ist vorläufig ein ebenso guter Führer, wie der Kompaß. Wr haben jetzt nur nöthig die Segel voll zu halten, bitte machen Sie es sich also so bequem wie möglich.“ Ich eilte nun wieder zu meinen Gefährten, die ich in voller Arbeit am Außen=Klüver fand. Da sie diesen allein bewältigen konnten, rief ich mir den Steward und begann mit ihm einige von den untern kleinen Staz segeln niederzuholen. Als diese verhältnißmäßig leichte Arbeit beendet wur, schug ich vor, daß wir alle an das Vormarssegel ginzen, um zu sehen, was wir mit diesem zu Wege brächten. Nach vieler Mühe gelang es uns, mit Hülfe eines Steert=Blockes, dasselbe im Verlauf von dreiviertel Stunden einzubinden. Jetzt waren wir aber auch mit unsern Kräften gänzlich zu Ende, und Cornish war derart erschöpft, daß ich ihm beim Abstieg von der Raa behilflich sein mußte. Wir hatten in der That Wunder verrichtet, zwei große Segel gerefft und zehn kleine Segel beschlagen und dus in völliger Dunkelheit. Daß wir nur fühlten und tasten konnten und einander kaum zu sehen vermochten, dum die Arbeit unsäglich erschwert und unsere Kräfte über das Maß angestrengt. „Ich muß jetzt eine Weile sitzen," keuchte Cornish matt. „Das sollst du auch, alter Bursche,“ sagte ich leidig,„du hast mit deinem kranken Arm fast lehermenschliches geleistet. (Fortsetzung folgt) Hend dlen Geruch R. 75— : Paul S1#4 rstr. 172, Huse htigen Messiog se Feiler. de 16.