25 SSEES E#gEE = S. 5 5 g 5 a PS#SSPESSSgSESSRSSEREESSSBSESELSSES K— 6. Zum 8. erkennen die geschworen, daß alle pachten und zinzen uff dingstagh den ersten nach Dreizehen messen uff den hoff bezahlt werden sollen, und da einiger nach beschehenem klockenschlagh und gehaltenem gedingh dieselbige nit bezahlt hette, der solle verbrucht haben achtenhaben schillingh und sollen die guther in zuschlagh gelegt werden. 9. Zum 9. weist und erkendt der geschworen, daß die zinß und pachthoener uff Remigit geliefert werden sollen und wehr daran seumigh gefunden wirdt, daß man den uff sein wedt mit recht uffm hoff besprechen solle. 10. Zum zehenden erkenndt der geschworen wannehe auß den zinß und hoffgüthern ettwas verkaufft wirdet, daß solchs am hoffgericht angeben werde und gebuert dem schultheßen und geschworen vom kauff ein fierthell weinß, dem schultheßen zum urkunde zwe raderalbus, dem schreiber 2 raderalbus und dem potten ein raderalbus. 11. Zum eilfften erkendt auch der geschworen daß über alle käuff und verkäuffe gerichtlich verzigh und außganckh erbung und endterbung geschehen solle und wehr dagegen thuet solle gebrücht haben und uffm hoff gegen inne gedingt werden; und von jeder erbschafft dem gericht ein firthell weinß, dem schulheßen vor urkundt zwei raderalbus, dem schreiber 2, und potten 1 rader albus geben werden solle. 12. Item zum 12. weist der geschworen die hoffrecht und den hoff gegen der schmittgaßen von alters, nuhn die Kirchgasse gnant, recht uff das Ofer bis zu dem ortgen zue boven der kirchen gelegen. 13. Zum 13. erkendt der geschworen dem lehnherrn einen freien geoffneten wegh zwischen Jacob Schroder und Mager Heinen vor zeiten und zwischen iren hoffsteden schließendt uff die freie straße und niemandt mehr dan dem lehenherrn, seinen dieneren, hoffschulhessen und geschworen und den Weg so breit, alß man mit einem bendell ertzen unbehindert daher gahn kan, den wegh schiehendt hinden uff deß lehnherrn ditz und güter. 14. Zum 14. weist und erkendt der geschworn, daß ein gantz lehn mit funf radermarckh und einen seyden büddel verthedigt werden solle. 15. Zum 15. weist und erkendt der geschworn die Teutsche herrn churmudigh uff zwa empfangende hendt und jeder empfangende handt uff anderthalb lehn und beide mit einem pferdts churmudts zu verthedigen. Im alten Steinbruche an der Landstraße, Von Ludwig Traude. Im alten Steinbruch, wo Moos und Farten Um mich wuchern, ruh ich. Eidechsen Und Käfer huschen vorüber. Mir träumte Von häßlichen Zwergen und grauen Hexen. Die Birke, die weiße Jungfrau, wieget Ihr grünes Haupt im leisen Winde, Schwarzgelb geschnürte Wespen und dunkle Braunsamtene Hummeln als Ingesinde. Reiter traben vorbei. Der Tschako Flattert lustig im Wehen. Die Rosse Schnauben. Die Fähnlein fliegen. Die Lanzen Blitzen strahlenblank im Trosse. Die Hungersnot in Wipperfürth im Jahre 1771. Nach Dr. Franz Funke. In seinen„Beiträgen zur alten Geschichte der ehemaligen bergischen Hauptstadt Wipperfürth“ hat uns Dr. Franz Funcke als Ueberlieferung eines Familienahnen, des weiland consul und inder Johannes Melchior Bommert, die nachfolgende Schilderung der großen Hungersnot im Bergischen Lande vom Jahre 1771 übermittelt, welche zeigt, daß Wipperfürth außer den schrecklichen Brandunglücken auch sonst ehemals viele harte Schicksale zu erdulden hatte. Insbesondere lehrreich ist ein Vergleich mit der heuti, gen Zeitlage, wenn man sieht, wie die Behörden auch damals chon Zwangsmaßnahmen anwandten, die eine überraschende Aehnlichkeit mit den Anordnungen haben, die unsere Verwaltung in den Jahren während des Krieges und nachher traf. „1. Eine gewaltige Not hat 1771 in unserer Stadt zufolge Mißernte geherrschet. Am 30. Mai ist das Korn von Mülheim aus, ohne Fracht, bezahlt worden mit 31 Gulden und 12 Albus. Fracht— 48 Albus. Das Brod wurde gesetzet auf 16 Stüber und Heller. Der Waizen hat gekostet per Malter— 32 Gulden, ohne Fracht, das Malter Maltz= 20 Gulden; das Malter Haber hier verkaufet worden zu 5 Rthler und 40 Albus. Als von Maerz an gedauert dies bis halben Juni, ist das Korn abgeschlagen, per Malter auf 15 Gulden und das Brod gesetzt worden auf 13 Albus. Darnach ist aber im Chur=Coelnischen, wie auch Coellen und im ganzen Bergischen Land Früchtensperr gewesen von Anfang Augusti, daß kein einziges Malter Frucht ohne gedruckten Paß ist verabfolgt worden und eine solche Noth an Brod ist hier in der Stadt und Bürgerschaft, wie auch im Märkischen und schwarzenburgischen Land, gar hier im Bergischen aller Orthen gewesen, daß hier die Hungersnoth entstanden. Keinem vom Kirspel Wipperführth. Keinem von anderen Orthen ist ohne Erlaubniß vom Bürgermeister ein Brod aus der Stadt zu holen permittiret worden; die Landstraßen sind auf den Pässen mit Schützen besetzet worden, das ausländische Korn hinweggenommen, hier auf das Rathaus abgesetzet und von unseren Bäckern vor die Stadt verbacket. Kein Haber ist vor Geld hier zu bekommen gewesen. Im Anfang Juni hatte es anfangen zu regnen und gedauert bis 24. Augusti, so daß das Wasser im„Düsterohl" alles Grasgewäcks überschwemmt und gar ohnbrauchbar gemacht. Selben dato ist ein Prozession nach Agathaberg von hier ausgeführet worden, wegen des Regens, und gutt Wetter, weilen das Korn überall zeithig war und auch die Haber. Im Linthlar, Keppel, Overath, Bechen, Olpe und Wipperfeld alles Korn ist grün auf dem Halm gewesen und gar verdorben. Pro memovia! 2. Am 19. Juli 1772 ist ein solcher Hagel und nur ein wenig Donner in Wipperfürth gefallen, daß nicht allein in der Stadt die Fenster, sondern auch die Haustächer, alles Gemüß in den Gärten, alles Korn, so bald zeitig und aller Haber in den Erdsboden zerschlagen worden und unter Menschen und Vieh die größte Noth entstanden ist. Steine sind gefallen, welche gewogen haben einige — 1 pfund, einige noch schwerer, die geringsten gleich einer dicken Baumnuß und noch größer, was gedauert hat eine Viertelstundt; anderthalb stundt breit und wie weit,— kann man nicht schreiben, Ist alles hingewesen. Zur Erinnerung! Gott wolle weiter alle bewahren. 1773 bis im Julio hat das Korn gekostet— 25 Gulden." Heggeruse. Von Franz Peter Kürten. Wie Jesus am Oelberg en singer Dutsangs op de Knee log, de Häng gän Himmel gestreck, brooch im der Schweeß us am ganze Liev; Wasser un Blot wor et, wat op de Aed dröppte. Kuet donoh blöhten an der Stell de ieschte Heggeruse, wieß un rut. Off ging späder noch sing Motter stell noh'm Berg un hollt ne Struß dovan. Doröm heeschen se ooch Mottergottesrüsge. Wer denk ävver van de Minsche doran, wenn'e die Blome am Wäg un Bösch süht? Die bergische Schwurfaust. Von Anton Jux. So sank der jubelnde Sonntag mählich im Westen in den Rhein. Da nahm der Bauer Hansgörgen seine beiden braunen Buben an die Hand und führte sie über den duftenden, segendampfenden Acker hin zu der nahen Waldkuppe. Alle Wunder der heimatlichen Natur erschloß er ihnen, unermüdlich ihre tausend Fragen beantwortend. „Und haben niemals andere Leute hier gewohnt, haben niemals fremde Völker hier gepflügt?“—„Seit zweitausend Jahren niemals! Unsere deutschen Ahnen haben die Wälder hier gerodet, den Feldmarken zuerst die Früchte der Arbeit abgerungen. Sie haben die Täler getrocknet und unsere Höfe gebaut. Alles, was in unseren Bergen durch Menschenhand erstand, das alles ist das Werk unserer deutschen Väter, und sonst hat niemand teil daran!“— Nun standen die drei auf der kleinen Kuppe. Rings von den Vorhöhen des bergischen Landes und unten aus dem waldigen Tiefland grüßten die Abendglocken, über die Wege ergoß sich der Strom der wandermüden Stadtleute nach Hause. Und fern stand das Abendrot über dem Rhein. und in der Glut reckten sich die Türme des Kölner Domes himmelhoch. „Wer aber, Vater, wer hat den Dom gebaut, und woher sind all die vielen Steine geholt worden?“—„Den hat das ganze deutsche Volk gebaut, und deutsche Steine sind es aus dem Siebengebirge!“—„Vater, wie schön ist es, daß der deutsche Dom so herrlich vor unserem bergischen Lande liegt!“ Ueber das ernste Vatergesicht huschte ein frohes Lächeln: „Seht, Jungen, soreckt der Dom seine Türme zu Gott empor, wie wir in den Bergen am Rhein unsere Schwurfinger:„Bergisch sein heißt deutsch sein! Deutsch sein heißt treu sein!“ Beilage zur Bergischen Post# Wiesdorfer Volkszeitung Mittwoch, 22. Juli 1925 Die Kapelle. Von Franz Peter Kürten. Ne Sprong vam Stroßegrave ab Do litt die kleen Kapell. Wie ich se sooch zum teschtemol Do wor ich noch Gesell. Dat wor de letzte Dag op Walz! Fott wor ming Wanderloß, Wie mir dat Klepoche wenke däht: „Jong, komm ens van der Stroß!" „Hee wont die beste Motter, komm! Nemm ihre Säge met! Un wat dich dröck an Hätzenskrom, Schlepp wigger kene Schrett!“ Dann knet ich do en Zick vür der, Die nie en Nut versaht,— Un schrett am Dörpchen fruh erenn, Als wenn mie Glöck hee waat. Auf dem Bergfried zu Schloß Burg. Von Paul Figge. Remscheid=Güldenwerth. Auf dem Platz vor dem Bahnhof stehe ich und schaue umher. Nebel verhüllt Nähe und Ferne mit seiner kühlen Feuchte. Kaum ist das prächtige bergische Haus zu sehen, das mit seiner großartigen Symmetrie recht wie eine Verkörperung bergischen Ordnungssinnes wirkt. Der Weg führt rechts daran vorbei, erst durch niedriges Buschwerk, dann durch Buchenwald. Das schnelle Schreiten, zu dem der steile Pfad unwillkürlich zwingt, belebt Körper und Geist, und als nun das muntere Rauschen des Baches, das lustige Pochen der Hammerwerke mich begleiten, weicht allgemach der Druck von meiner Seele. Wie der Nebel sich allmählich verflüchtigt, entflieht auch das Gewölk, das mein Innerstes umdüsterte. In der Tür eines Hammerwerkes steht ein alter Schmied. Lang hängt ihm der weiße Bart übers rauhe Schurzfell, unter dem sich die Hände schützen. Die Aermel des Hemdes sind aufgerollt. Gemütlich qualmt das Stummelpfeifchen zwischen den festen Zähnen, und ruhig= kurz, dennoch freundlich, erwidert der Alte meinen Gruß. Aus dem Fenster des Raumes strahlt lebendigrot das Schmiedefeuer und lockt mich, einzutreten. Mit glühender Kohle setz ich mein Pfeifchen in Brand und beginne ein kleines Gespräch mit dem Schmied. „Et is als lang her, daß ich hier war.“ „So?“ brummt der Alte nur und hantiert mit dem kleinen, langgestielten Schaufeleisen am Feuer. „Jaa.— Wie gehl et denn noch?“ „Ooo——'r mout sek alt so am Trampeln houlen.“ „Sie haben sich gut gehalten, trotz der bösen Zeit.“ „Jo—— an mir es’ goot Kröhm ahn!... Awer nu' Achtung!!“ Er nickt dem Gehülfen. Der reißt an einem Eisenhaken, und rauschend stürzen sich Wasserfluten draußen aufs große Triebrad und übertönen mit ihrem Brausen jedes Wort. Der Alte zieht an langer Zange die weißglühende Eisenplatte aus dem Feuer, hockt sich auf den Schwebstuhl und läßt Hammer und Amboß das Eisen härten. Da verstehe ich plötzlich, wie die Hammerschmiede zu ihrem beliebten Kraftausdruck:„gläunig Donnerkiel" kommen: Wie Donnerkeil fährt's auf das Eisen, Funkengarben sprühen, das Dunkel der Hütte grell durchglühend. Wieder nickt der Alte. Der Bursche rückt an der Stange. und der Wasserschwall draußen verebbt. Durch die Brettluke sieht man nun jenseits der Wand den steilen Berghang. Brombeergerank nickt noch von Luftzug des Wassersturzes. Blanke Eisklumpen blenkern daran im Morgenlicht. Durch zahlreiche Lücken im Dache grüßt das Grauweiß des Himmels und läßt in fahlem Scheine lange Eisenstangen in einer Ecke erkennen. Daneben hängt die alte Wage. Mächtige Gewichtkugeln drücken die dicke Bohlenschale an den gestampften Boden. Der Alte steht breitbeinig vor dem Feuer, das vom radgetriebenen Blasebalg angefacht wird. Neben dem Kohlenbecken kühlt im dunklen Wasserbehälter die lange Greifzange. Wieder nickt der Alte; wieder öffnet der Jung das Schütt, und abermals brausen Wassermengen gegen die Schaufeln des Triebrades. Der Schmied auf dem Schwebstuhl lenkt das glühende Eisen hin und her. Der Junge klingt mit einem kurzen Hammer darauf. Hell schimmert sein Blondhaar, es strahlen die Augen und spannen sich die Muskeln:„Jung Siegfried war ein stolzer Knab'“, kommt mir unwillkürlich in den Sinn.——— Der Hammer pocht nicht mehr; das Wasser verrauscht. Der Schmied läßt das Eisen ins Wasser zischen und bringt ein neues ins Feuer. Nach dankendem Gruß geh ich hinaus. Ein paar Schritte vor dem Eingang führt ein altes Brücklein über den Bach. Zwei mächtige Eichen überdachen es. Ich trete hinüber; denn dort von den moosigen Steinen des anderen Ufers hat man einen schönen Blick ins Bachtal zurück: Unter dem Steg schäumt und schnellt der Bach über Geröll und Gestein. Halme und Farnwedel, jetzt, in der Morgenfrühe, mit schimmerndem Eis umpanzert, nicken und winken. Zwischen den grauen Stämmen hindurch sieht man an der Schmiedewand den bretternen Radkasten. Langsam dreht sich in seinem Dunkel das Triebrad des Gebläses. Eine lange, schmale Eisenstange führt darauf auf ein Rohr, das ins Innere der Schmiede geht. An der Stange fließt ein dünnes Wasserlein entlang; die Röhre leitet es in das Becken neben der Feuerung: Auch eine Wasserleitung! Hell leuchtet der beeiste Weg am Bach hinauf, doppelt hell neben dem Schatten der dunklen, oft ausgebauchten Deichmauer, auf die ein schmales, ausgetretenes Trepplein führt. Pink! Pink!— Weiter, weiter! ruft frisch ein Buchfink über mir. Jawohl, du kleiner Mahner. Ich trete auf den Weg zurück und wandere dahin. Zur Linken singt der Bach, rechts steigt der Berg steil hinan und trägt den fahlblauen Himmel.——— Das Tal wird breiter. Dort liegen die Gebäude der Fischzüchterei. Ich eile schneller fort, um von der belebten Landstraße zu kommen, steige links den Bergweg hinauf und grüße endlich durch den noch kahlen Saum der Linden die grünen Zinnen der Burg. An der efeuumsponnenen Mauer entlang, über den äußeren Platz betrat ich durch das große Tor den inneren Schloßhof. Alles so still.— Nicht einmal der Wärter zu sehen. Aus der Burgwirtschaft tönen Stimmen. Dort sitze ich dann und frühstücke. Rucksack, Rock und Hut laß ich hier WEREEE SEFFTDESOS #sanss. # 33 9.2 * S 5Tn 2 8 8 55 S FoTESn e g 8ug SS BS gg S S. S 959 BSSTTE S .SSE aaroS“ne S—.— S—1— #S * 2 S S # S R19S 4S # SSSaE 25 .— 9= 8• 00 00E S 2 * 0— * "— 9##. * S: 9. a S. 5 * 2. #• * 72 * — 8 2 5 — S2 2 . 2. — * S#8 Sin #e 8 6 #. 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